29.5.2008

Caritas schuf neun zusätzliche Ausbildungsplätze

Endspurt der Bistumsjubiläums-Initiative „Ausbildung – Arbeit – Zukunft“ eingeläutet


Monika Blechschmidt, Leiterin der Caritas-Sozialstation Pegnitz, erläutert der Auszubildenden Eugenia Schäfer ihre Aufgaben. Die junge Frau hat dank der Initiative "Ausbildung - Arbeit - Zukunft" ihre Lehrstelle

Bereits neun zusätzliche Ausbildungsplätze in Altenpflege sind dank der Initiative „Ausbildung – Arbeit – Zukunft: für Menschen in unserer Region“ entstanden. Besonders aktiv war der Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Bayreuth. Er richtete allein vier Lehrstellen in Sozialstationen ein, zwei in Bayreuth, eine in Hollfeld und eine in Pegnitz. In der Caritas-Sozialstation Pegnitz läutete eine Pressekonferenz heute den Endspurt der Initiative ein.

Mit der Initiative „Ausbildung – Arbeit – Zukunft“ habe das Bistum zeigen wollen, dass der Kirche die Menschen in der Region wichtig seien, sagte Bayreuths Regionaldekan Dr. Josef Zerndl. Das 1000-jährige Bistumsjubiläum habe nicht nur historisches Fest und schon gar keine Nabelschau sein wollen. Ein Ziel sei es gewesen, für die Menschen da zu sein.

Diese Spendeninitiative „hat ein überwältigendes Ergebnis erbracht“, bilanzierte Zerndl. Genau gesagt 375.741 € an Spenden und 50.000 € aus dem Verkauf der „Fanartikel“ des Jubiläumsshops. Rechne man Förderungen aus Stiftungen und des Arbeitsamtes sowie Eigenmittel der Caritas hinzu, habe man das hohe Ziel von einer Million Euro, das der Erzbischof zu Beginn des Jubiläumsjahres ausgegeben habe, zu 90 % erreicht.

Der Erlös der Initiative wird auf vier soziale Projekte aufgeteilt. Allerdings hat der Diözesan-Caritasverband für seine Ausbildungsplatzoffensive 31.741 € aus dem Spendenergebnis selbst gesammelt und darf diese Summe für die Altenpflegeausbildung verwenden. Darüber hinaus bringen die Kreis-Caritasverbände als Träger der Sozialstationen 30 % der 40.000 €, die ein Ausbildungsplatz in Altenpflege den Arbeitgeber kostet, aus Eigenmitteln auf. Um diesen Anteil zu mildern, wurde die Caritas-Sozialstation Pegnitz selbst aktiv. Durch den Verkauf von Losen erlösten ihre Mitarbeiter beim Weltglaubenstag in Michelfeld und bei einer Gewerbeschau in Betzenstein zusammen 2000 €.

Dass der wachsende Bevölkerungsanteil der Über-75-Jährigen und der dadurch drohende Pflegekräftemangel Hintergrund der Caritas-Initiative sind, unterstrich Hermann Hinterstößer, der Geschäftsführer des Bayreuther Caritasverbandes. Die Caritas-Sozialstationen hätten Probleme auszubilden, da sie die Ausbildungskosten nicht mit den Pflegekassen abrechnen könnten. Die Caritas-Sozialstation habe der Verband als Ausbildungsstelle gewählt, da sie die größte im Erzbistum Bamberg sei.

Als Gewinn für die Sozialstation bezeichnete deren Leiterin Monika Blechschmidt die Auszubildende Eugenia Schäfer. Die Station habe nicht nur eine motivierte und engagierte Schülerin gewonnen, aus der Caritas-Berufsfachschule für Altenpflege in Sulzbach-Rosenberg bringe sie auch viele neue Anregungen für die tägliche Arbeit mit.

Die zusätzlichen Ausbildungsplätze bei Caritas-Sozialstationen sind entstanden in Ansbach, Bamberg (2), Bayreuth (2), Hollfeld, Lehrberg, Neunkirchen am Brand und Pegnitz.

Um die Initiative noch einmal zu befeuern, hat das Erzbistum Preise ausgelobt, die unter all denjenigen verlost werden, die jetzt noch bis Ende Juni eine Spende überweisen. Zu gewinnen gibt es eine Flugreise nach Rom für 4 Personen, einen Reisegutschein der Bahn im Wert von 250 € und 3 mal 2 Eintrittskarten für ein Konzert der Bamberger Symphoniker. Alle Preise wurden von Sponsoren zur Verfügung gestellt.

Gewinnträchtige Spenden müssen eingezahlt werden auf das Sonderkonto der Initiative Konto Nr. 79 79 79 bei der LIGA Bank Bamberg (BLZ 750 903 00) mit dem Stichwort „Zukunft“. Wer an der Verlosung teilnehmen will, wird gebeten, auf der Überweisung seine vollständige Adresse anzugeben.