29.2.2008

Flutopferhilfe der Erzdiözese Bamberg für den Landkreis Forchheim abgeschlossen

Für die Regenflutopfer des letzten Sommers im Landkreis Forchheim hat das Erzbistum Bamberg insgesamt 124.152,04 € gesammelt und bereitgestellt. Diese Mittel sind nun auch an die letzten der gemeldeten Geschädigten bezahlt worden, meldet der mit der Abwicklung der Spendenvergaben  beauftragte Caritasgeschäftsführer, Peter Ehmann. 215 Geschädigte stellten über das Landratsamt Forchheim Anträge. Von diesen erhielten 198 Haushalte Zuwendungen in Höhe von 150,00 € bis zu 2.875,00 €, je nach Familiengröße, Schadenshöhe und Hilfebedürftigkeit. In einem extra einberufenen Vergabeausschuss berieten die Vertreter der betroffenen Pfarreien und Vertreter der Caritas. Aufgrund der  sorgfältigen Einzelfallprüfung konnte festgestellt werden, dass einige Haushalte schon anderweitig eine vollständige  bzw. nahezu vollständige Unterstützung erhielten, um ihren Regenflutschaden zu beheben. Eine Bezuschussung aus Mitteln des Erzbistums  war dann in diesen Fällen nicht erforderlich. Dafür konnten andere Haushalte, die stärkerer Hilfe bedurften, höhere Zuwendungen erhalten. Ehmann berichtet, dass sich auch einige Zuwendungsempfänger noch einmal vergewissern wollten, dass sie anderen kein Geld wegnehmen wollten, die schlimmer von der Regenflutkatastrophe im letzten Sommer erfasst wurden.

Die schriftlichen Rückmeldungen der Zuwendungsempfänger waren von tiefer Dankbarkeit und der Freude geprägt, dass sie nicht vergessen worden sind.  Von den gemeldeten Geschädigten sind laut Einschätzung von Ehmann ca. 30 -50 Haushalte in ihrer Existenz bedroht, manche sogar zerstört worden. So berichtete ein Hilfesuchender, dass er von der `Hand in den Mund leben müsse’. Darüber hinaus  sind viele der Betroffenen noch immer vom Schock dieser Naturkatastrophe gekennzeichnet.

Die Auszahlung für einige Familien verzögerte sich, da aufgrund von Zustellungsproblematiken in der Weihnachtszeit 1-2 mal bei den Betroffenen nachgefasst werden musste. Auch waren in Einzelfällen  Adressrecherchen  erforderlich, um die Betroffenen zu erreichen, da diese seit der Regenflutkatastrophe zum Teil schon zwei mal umgezogen waren.

Der Caritasverband dankt an dieser Stelle noch einmal allen Spendern und Spenderinnen in der Erzdiözese Bamberg für die zur Verfügung gestellten Spendermittel.