25.4.2008

Richtfest in Neunkirchen am Brand: Weiterer Standort des Wohnmodells „In der Heimat wohnen“ geht Fertigstellung entgegen


Gegenüber dem neuen Gebäude des Modells "In der Heimat wohnen" mit 15 barrierefreien Wohnungen (rechts) liegen die Caritas-Sozialstation und die Caritas-Tagespflege

Bei einem weiteren Standort des Wohnmodells „In der Heimat wohnen – ein Leben lang, sicher und selbstbestimmt“ wurde am gestrigen Donnerstag Richtfest gefeiert: In Neunkirchen am Brand (Landkreis Forchheim) entstehen bis Jahresende 15 barrierefreie, altengerechte Mietwohnungen.

Die Caritas im Erzbistum Bamberg und das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung „wollen mit dem Wohnmodell in Franken ein Stück weit die Lücke schließen,“ die sich durch die wachsende Nachfrage nach Wohnraum für Senioren aufgetan habe, sagte Dr. Klemens Deinzer, Vorstand der Joseph-Stiftung, beim Richtfest.

Deinzer betonte zum einen die Verankerung der Wohnanlage in der Gemeinde. Hier werde „von Neunkirchnern für Neunkirchner gebaut“.

Zum anderen unterstrich Deinzer, dass das Modell selbstbestimmtes Wohnen ermögliche: Reguläre Mieter leben in ihrer eigenen Wohnung und zahlen weder eine Betreuungspauschale, noch gehen sie sonst Verpflichtungen ein. Bei Bedarf erhalten sie von der Caritas Beratung, Betreuung und Pflege, zahlen aber immer nur die Leistungen, die sie auch tatsächlich in Anspruch nehmen.

Für den Caritasverband Forchheim stellte dessen Vorstandsmitglied Dr. Gisela Rehm die Nähe der Wohnanlage zu den verschiedenen Hilfeangeboten heraus. Gegenüber dem neuen Gebäude auf der anderen Straßenseite liegen die Caritas-Sozialstation, die die ambulante Pflege sicherstellt, und die Caritas-Tagespflege. Nachbarn des Wohnmodells sind das Haus Jakobus mit Café, Mittagstisch für Senioren und Eine-Welt-Laden sowie das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth. In unmittelbarer Umgebung befinden sich Praxen von Ärzten und Therapeuten und die evangelische Kirchengemeinde.

Insgesamt sind derzeit zehn Standorte des Wohnmodells „In der Heimat wohnen“ im Bau oder in der Planung. In Forchheim ist eine Wohnanlage bereits bezogen. „Wir sind von der Nachfrage buchstäblich überrannt worden,“ berichtete Dr. Klemens Deinzer.