25.9.2007

Herbstsammlung der Caritas unter dem Motto „Not sehen und handeln“

Unter dem Motto „Not sehen und handeln“ sammelt die Caritas in diesem Herbst wieder für Menschen in Not. Die Caritas-Haussammlung findet in Nürnberg vom 1. bis 7. Oktober 2007 statt. Die Gottesdienstkollekte wird am Wochenende vom 29./30. September erbeten.

Den thematischen Schwerpunkt der Herbstsammlung 2007 legt die Caritas im Erzbistum Bamberg auf die häusliche Alten- und Krankenpflege bzw. die Arbeit der Sozialstationen.

In Nürnberg (Bereich Erzbistum Bamberg) gibt es sechs Sozialstationen in kirchlicher Trägerschaft; drei davon liegen in der Verantwortung von Krankenpflegevereinen und drei in der des Caritasverbandes Nürnberg. In den Stadtvierteln sind sie für viele Menschen oftmals die ersten Ansprechpartner der Caritas. Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche legt die Caritas großen Wert auf die persönliche Zuwendung zum pflegebedürftigen Menschen sowie auf die  Beratung und Begleitung von Angehörigen. Diese Dienste und Angebote sind nicht in den Kassenleistungen vorgesehen und können größtenteils nicht mit den entsprechenden Sozialversicherungsträgern abgerechnet werden. Dieser Teil der „Arbeitszeit“ der Pflegekräfte ist aus eigenen  Mitteln zu bestreiten.  Spenden helfen, eine solche aus dem christlichen Glauben motivierte  ambulante Kranken- und Altenpflege zu tragen. 

Die Gesundheits- und Altenhilfe ist seit jeher ein zentraler Bereich des Caritasverbandes Nürnberg. Fünf stationäre Altenhilfeeinrichtungen, eine Tagespflege und ein Hospizhaus befinden sich in seiner Trägerschaft. Besonderes letzteres erfordert einen beträchtlichen Eigenmitteleinsatz. An der eigenen Berufsfachschule für Altenpflege bildet der Verband darüber hinaus seit über 20 Jahren Pflegefachkräfte aus.

Mit dem  Senioren- und Pflegezentrum St. Willibald, für dessen ersten Bauabschnitt in diesem Herbst Richtfest gefeiert wird, bietet der Verband in naher Zukunft innovative Versorgungsstrukturen an und  vernetzt stationäre und teilstationäre Betreuungsangebote der Altenhilfe. Senioren und ihre Angehörigen finden in dem neuen Zentrum differenzierte und aufeinander abgestimmte Hilfen vor, von der Tagespflege über die Kurzzeitpflege bis hin zur Langzeitpflege.

Die Caritas-Sammlung im Frühjahr 2007 erbrachte im Erzbistum Bamberg insgesamt 823.806 Euro, deutlich weniger als im Vorjahr (839.515 Euro). Dabei sind die Spenden, die der Caritas bei den Sammlungen zugewendet werden, die einzigen wirklich frei verfügbaren Mittel der Caritas. In Nürnberg ergab die Frühjahrssammlung für den Bereich des zur Erzdiözese Bamberg gehörenden Teils ein Ergebnis in Höhe von 70.656,62  Euro. 40 Prozent der Spendeneinnahmen erhalten die Pfarreien für die vor Ort zu bewältigenden Caritas-Aufgaben. In Nürnberg  gehen die übrigen 60 Prozent  an den Caritasverband Nürnberg und werden dort ausschließlich für satzungsgemäße caritative Zwecke verwendet.