22.10.2007

Junge Union kam zum Rollentausch ins Caritas-Altenheim in Forchheim

Mitglieder der Jungen Union Forchheim beteiligten sich am 6. Oktober an der bayernweiten Aktion „Rollentausch“ und bekamen so einen Einblick in das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Forchheim.

Um 9.30 Uhr am Samstagvormittag begrüßten Heimleiter Paul Schlund und seine Stellvertreterin Isabella Wolny die JUler, die zusammen mit CSU-Stadtrat Udo Schönfelder gekommen an der Hospitation beteiligten. Die JU-Mitglieder wurden in den Bereichen Demenzbetreuung, Pflege und Bewegungstherapie eingesetzt.

Carina Kredel erhielt eine Aufgabe bei der Betreuung der Bewohner. Sie schob eine alte Dame im Rollstuhl durch den Garten des Pflegeheims, um mit der Seniorin zusammen das schöne Herbstwetter zu genießen. „Das ist ja echt ein Knochenjob, was die Pflegekräfte hier leisten“, sagte sie danach anerkennend über die Mitarbeiter des Pflegeheims.

Dr. Ulrich Schürr und Josua Flierl haben sich derweilen einer Gruppe von Demenzkranken angeschlossen, die sich zusammen mit ihrer Betreuerin bei Rätselspielen und dem Erzählen von Witzen; sprich beim Gedächtnistraining, die Zeit vertreiben. Der „Youngster im Team“, Henrik Gottstein, engagierte sich in der Bewegungstherapie. Therapeutin Elke Neuner singt zusammen mit den Seniorinnen und Senioren und macht Bewegungstraining mit Armen, Händen und Füßen.

Die „mutigste“ von den Nachwuchspolitkern ist Britta Neuner, sie hatte sich für ihren Rollentausch die wohl „schwierigste Aufgabe“ ausgesucht. Zusammen mit ausgebildeten Pflegekräften sammelte sie Erfahrungen und Eindrücke bei „vollpflegebedürftigen Personen“. Die 27-jährige Diplomkauffrau kennt die Tätigkeit bereits. Zusammen mit ihren Eltern hat sie ihre Großeltern daheim gepflegt.

Bei einer abschließenden Feedback-Runde am Mittag konnten die Teilnehmer zusammen mit Heimleitung ihre Erfahrungen austauschen. Beeindruckt war der politische Nachwuchs von der Tatsache, dass die Angestellten im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth nicht nur ihre Aufgaben „abarbeiten“, sondern die Menschen respektvoll und würdig betreuen. Die Pflegekräfte würden sich weit über das normale Maß hinaus, teilweise auch zu Lasten ihrer Freizeit, für die Heimbewohner einsetzen, resümierte JU-Vorsitzender Josua Flierl.

Alexander Hitschfel