8.11.2007

Wohnmodell von Caritas und Joseph-Stiftung präsentieren sich auf der ConSozial in Nürnberg


„In der Heimat wohnen – ein Leben lang“ bietet pflegebedürftigen Menschen selbstbestimmte Teilnahme am Alltag in gewohnter Umgebung.

Mit ihrem gemeinsamen Modell „In der Heimat wohnen – ein Leben lang, sicher und selbstbestimmt“ sind der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung auf der noch heute andauernden Fachmesse für den Sozialmarkt „ConSozial“ in Nürnberg vertreten.

Dass auch pflegebedürftige Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, nannte der deutsche Caritas-Präsident Prälat Dr. Peter Neher bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der ConSozial ein wichtiges Thema der „9. Fachmesse und Congress für den Sozialmarkt in Deutschland“. In seiner Eigenschaft als derzeitiger Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die die Fachmesse mitträgt, verwies er auf die dort präsentierten Projekte, die dafür sorgen wollen, dass „pflegebedürftige Bürger die genau für sie passende Unterstützung und Begleitung wählen können.“

Bayerns Sozialministerin Christa Stewens unterstrich die Absicht des Freistaates, möglichst viele Strukturen für ambulante wie stationäre Pflege vor Ort in den Kommunen zu schaffen. So solle mit Hilfe der Wohlfahrtsverbände in den kommenden Jahren für jeweils 20.000 Einwohner eines zusammenhängenden Gebietes ein Pflegestützpunkt entstehen. Dadurch solle vor allem die Versorgung in ländlichen Bereichen verbessert werden.

Bei dem Modell „In der Heimat wohnen – ein Leben lang“ entstehen durch Neu- oder Umbau Gebäude, die neben barrierearmen Wohnungen einen Caritas-Stützpunkt und als Gemeinschaftsangebot ein Hauscafé umfassen. Der Caritas-Stützpunkt sorgt dafür, dass die Bewohner, aber auch Nachbarn in der Umgebung Unterstützungs- und Pflegeleistungen erhalten, wenn sie diese benötigen. Die Hausbewohner zahlen für diese Leistungen nur dann, wenn sie sie aktuell in Anspruch nehmen. Die Wohnungen werden grundsätzlich vermietet, wobei die Miete so kalkuliert ist, dass sie ggf. auch vom Sozialamt akzeptiert wird.

Das erste fertiggestellte Wohnmodell wird zum Jahreswechsel in Forchheim bezogen.

Auf der ConSozial ist das Modell "In der Heimat wohnen – ein Leben lang" auf dem „Marktplatz“ an Stand 704 zu finden.