8.11.2007

Erzbischof weiht das neue Caritas-Seniorenzentrum in Eggolsheim ein

Nachdem der Einzug in das neue Haus bereits erfolgt ist, feiert der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg die Einweihung des Caritas-Seniorenzentrums St. Martin in Eggolsheim (Schirnaidler Straße 5) am Sonntag, 11. November 2007, um 10 Uhr.

Den Gottesdienst mit der Segnung der Räume werden Erzbischof Dr. Ludwig Schick und Weihbischof Werner Radspieler gemeinsam zelebrieren. Für Grußworte haben sich angesagt Bezirkstagsvizepräsident Hans Kotschenreuther, Abteilungsdirektor Johann Hümmer für die Regierung von Oberfranken, Landrat Reinhard Glauber, Eggolsheims 1. Bürgermeister Claus Schwarzmann, Dekan Heinz Haag von der Evangelischen Kirchengemeinde Forchheim und Matthias Jakob für das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung, das die Baubetreuung wahrnahm.

Im neu errichteten Caritas-Seniorenzentrum St. Martin leben 60 alte Menschen nach dem Hausgemeinschaftsmodell zusammen, nach dem der Diözesan-Caritasverband bereits seine 2005 eröffneten Neubauten in Bamberg-Gaustadt und Hollfeld gestaltet hat. Dabei bilden jeweils zwölf Bewohnerinnen und Bewohner eine Hausgemeinschaft und verbringen die meiste Zeit des Tages in einem großen Gemeinschaftsraum. Dort wird auch zusammen gekocht und gegessen. Die Bewohner können sich, soweit sie dazu in der Lage sind und es wünschen, an den alltäglichen Verrichtungen, etwa der Vorbereitung des Essens, aktiv beteiligen. Eine Präsenz-Mitarbeiterin ist als Bezugsperson tagsüber in der Hausgemeinschaft anwesend. Sie begleitet und unterstützt die Bewohner bei ihren Tätigkeiten. Sie ist für die Essenszubereitung und die Wäsche sowie für pflegerische Hilfen zuständig; sie wird unterstützt von Pflegefachkräften. Dieses Konzept soll den Bewohnern ermöglichen, den Alltag, den sie von zu Hause gewohnt sind, weitgehend fortzuführen.

Zwei der Hausgemeinschaften sind als beschützende Bereiche für Demenzpatienten gestaltet. Kurzzeitpflegeplätze sind in die Wohngruppen eingestreut. Außerdem bietet das Haus eine Priesterwohnung und eine Klausur für zehn Assisi Sisters of Mary Immaculate. Der Orden leitet das Caritas-Seniorenzentrum und arbeitet in der Pflege und Betreuung der Bewohner mit. Im Eingangsbereich gibt es neben Verwaltung, Foyer und Cafeteria eine Kapelle.

Im März wird außerdem eine Tagespflegestation eröffnet. Sie bietet zehn Plätze für pflegebedürftige Menschen, die weiterhin zu Hause wohnen. Von 8.00 bis 16.30 Uhr erfahren sie hier Pflege und Begleitung. Der Tagesgast kann individuell festlegen, ob er täglich oder nur einmal in der Woche oder nur an bestimmten Tagen kommen möchte. Das Angebot der Tagespflege dient auch zur Entlastung pflegender Angehöriger.

Das Caritas-Seniorenzentrum St. Martin löst als Ersatzneubau das Caritas-Alten- und Pflegeheim Schloss Jägersburg ab. Das frühere Jagdschloss Bamberger Fürstbischöfe ließ sich unter gleichzeitiger Berücksichtigung der berechtigten Anforderungen des Denkmalschutzes nicht den Erfordernissen moderner Pflege anpassen.

Die Baukosten von 7,4 Millionen haben durch ihre Zuschüsse mitgetragen: das Erzbistum Bamberg (1,6 Millionen Euro), der Landkreis Forchheim (777.000 Euro), das Deutsche Hilfswerk (500.000 Euro), der Markt Eggolsheim (415.000 Euro), der Freistaat Bayern (405.000 Euro) und die Oberfrankenstiftung (400.000 Euro).