31.5.2007

Eltern denken, reden und gestalten mit

Der Caritas- Schülerhort in Coburg eröffnet das „Elterncafé LEO“


Über das neue Elterncafé LEO freuten sich nicht nur die Eltern sowie Hortleiterin Claudia Kübrich und Caritas-Geschäftsführer Richard Reich (stehend von links). Zur Eröffnung waren auch Bayerns Sozial-Staatssekretär Jürgen W. Heike sowie von der Stadt Coburg 3. Bürgermeister Norbert Tessmer und Oberbürgermeister Norbert Kastner (sitzend von links) gekommen.
Foto: Katharina Schmieder

„Mit dem Elterncafé wollen wir den Eltern und damit den Familien Raum bieten, um Erfahrungen auszutauschen, neue Eltern kennen zu lernen und die Eltern auf dem Weg der Hilfe zur Selbsthilfe begleiten.“ So umriss Richard Reich, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Coburg e.V., die Ziele des neu gegründeten „Elterncafés LEO“ im Caritas-Schülerhort LEO in Coburg bei dessen Eröffnung. Der Caritas- Schülerhort LEO beteiligt sich als einer von 10 Kindertagesstätten aus Oberfranken als Modellstandort an dem diözesanen Familiensozialprojekt „Kindertagesstätten auf dem Weg zum Familienstützpunkt“. Der Schülerhort soll nicht nur eine Einrichtung für Kinder, sondern zugleich auch eine Familienbegegnungsstätte sein, in der sich Kinder, Eltern und die ganze Familie begegnen können.

Das Elterncafés will die Elternkompetenz nachhaltig stärken, soziale Kontakte und die Integration von Familien mit Migrationshintergrund fördern, familienunterstützende Formen aufbauen und vermitteln sowie eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern eingehen. „Viele Mütter und Väter möchten sich ab und zu mal mit anderen Eltern treffen – zum Klönen, um sich über Erziehungsfragen auszutauschen und zum Planen von gemeinsamen Aktivitäten“, weiß die Sozialpädagogin und Hortleiterin Claudia Kübrich. Neben dem Elterncafé als ungezwungenem und offenem Treffpunkt für die ganze Familie ist das Elterncafé Anlaufstelle für Fragen zur Erziehung, Betreuung, Bildung und Hilfe. An familienunterstützenden Diensten werden Elternkurse, regelmäßige Familienberatung, Schuldnerberatung, Erziehungsberatung, Elternsprechstunden und Elterninformationsabende angeboten. Dabei wird auf die jeweiligen Bedürfnisse und Anliegen der Eltern und Familien einzeln eingegangen. Besonders Eltern und Familien mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende und Eltern von sozial benachteiligten Kindern sollen integriert werden und Entlastung und Unterstützung finden. Das Team der Caritas steht dabei als vertrauenswürdiger und kompetenter Partner zur Seite.

„Wichtig ist uns auch das Familienengagement, also die aktive Einbindung und Mitgestaltung der Eltern und Familien“, betont Diplompädagogin und Familientherapeutin Christine Volkert von der Steuergruppe des Familienstützpunktes. Birgit Kirchner vom Elternbeirat des Hortes freut sich, dass das Elterncafé als Familienstützpunkt nicht nur eine Bereicherung, sondern darüber hinaus ein Multiplikator ist: „Eltern denken, reden und gestalten hier mit.“

Zu der Eröffnung des „Elterncafé LEO“ kamen der Oberbürgermeister der Stadt Coburg Norbert Kastner, der dritte Bürgermeister Norbert Tessmer und Staatssekretär Jürgen W. Heike, die sich bei der Eröffnung des Elterncafés für die Initiative des Caritasverbandes Coburg und der Erzdiözese Bamberg bedankten. „Es ist gut, starke und kompetente Partner bei der Familienarbeit zu haben, um zusammen Kinder und Jugendliche zu selbständigen Menschen zu erziehen“, betonte Norbert Tessmer.

Richard Reich und Claudia Kübrich dankten den Eltern für ihr tatkräftiges Engagement. Die Eltern selbst haben bei den Umbauarbeiten mit Hand angelegt: Leitungen verlegt, Wände gestrichen und sich um die Inneneinrichtung gekümmert. Nur so konnte die Einrichtung des Elterncafés LEO in kurzer Zeit gelingen.

Katharina Schmieder