24.5.2007

Weihbischof segnete das neue Gebäude von Haus Rafael in Erlangen

Älteste Übergangseinrichtung in Bayern bietet Rehabilitation für 24 psychisch Kranke


Weihbischof Werner Radspieler segnete die Kreuze, die in den Räumen des neuen Hauses aufgehängt werden.


Das neue Haus Rafael wurde direkt neben dem Caritas-Alten- und Pflegeheim Roncallistift (im Hintergrund) erbaut.

Das Haus Rafael des Caritasverbandes Erlangen hat bereits im Februar ein neues Domizil bezogen. Weihbischof Werner Radspieler gab jetzt am Dienstag, 22. Mai 2007, den Räumen den kirchlichen Segen. In dem Gebäude, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Roncallistift errichtet wurde, bieten die drei Obergeschosse je acht Appartements für insgesamt 24 Menschen mit psychischer Behinderung. Im Parterre sind Arbeits- und Therapieräume untergebracht.

Haus Rafael ist eine Übergangseinrichtung, in der psychisch und suchtkranke Menschen bis zu zwei Jahren leben können und dabei medizinische, soziale und berufliche Rehabilitation erfahren. Ziel ist es, die Patienten wieder zu einer selbständigen Lebensführung zu befähigen. Vor über 30 Jahren gegründet ist Haus Rafael die älteste derartige Einrichtung in Bayern. In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Gerd Lohwasser den Caritasverband Erlangen als zentrale Anlaufstelle für psychisch Kranke in der Stadt und dem Landkreis.

Nachdem die Räumlichkeiten von Haus Rafael am bisherigen Standort im Stadtteil Büchenbach nicht mehr ausreichten, hatte bereits vor fünf Jahren die Planung eines neuen Gebäudes begonnen. Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein danke in seinem Grußwort der Erzdiözese Bamberg, dass sie als einziger Zuschussgeber die Baukosten von insgesamt 2,4 Millionen Euro mit 400.000 Euro gefördert hat. Im übrigen finanzierte der Caritasverband Erlangen die Investition aus Eigenmitteln.

Öhlein beklagte, dass seelisch behinderte Menschen in einer auf Leistung und Vergnügen gepolten Gesellschaft wenig Verständnis fänden. Der Bedarf an Rehabilitation für psychisch Kranke werde aber gerade unter den Bedingungen heutigen Alltags wachsen.