24.5.2007

Umwelterziehung muss Spaß machen

Studierende der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik in Bamberg tauschten sich mit Experten aus

Trotz der Globalisierung dürfe das lokale Handeln nicht vergessen werden. Dies war ein Leitgedanke der Schwerpunktwoche zur Umwelterziehung, welche die Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik in Bamberg veranstaltete. ein Umweltplenum ab, bei dem sich die Studierenden nochmals gezielt über die verschiedenen Bereiche informieren und die Projekte, die sie in dieser Woche erarbeitet hatten, vorstellen konnten.

Die Woche schloss mit einem Umweltplenum, bei dem die Referenten Projekte in Bamberg oder der näheren Umgebung vorstellten. Ulrike Schaefer-Lutz berichtete von der Umweltstation Lias-Grube Unterstürmig. Sie bietet Kindern und Jugendlichen Naturerlebnisse, bei denen der Spaß und die Freude am Entdecken im Vordergrund stehen. Frohwalt Frank vom Gartenbauamt Bamberg machte deutlich, dass es wichtig sei, die Kinder und Jugendlichen in die Planung und Pflege der Spielplätze mit einzubeziehen, denn nur so könne ihr Interesse geweckt werden. Dies bestätigte die Künstlerin Tanja Potrykus, die eng mit Frank zusammenarbeitet. Sie entwirft mit Kindern und Jugendlichen Modelle für Spielplätze und Schulhöfe, die dann von den jungen Menschen umgesetzt werden. Auch für den Caritas-Kindergarten St. Elisabeth sei solch ein neuer Spielplatz geplant.

Gabriele Knoch vom Umweltamt in Bamberg wies darauf hin, dass sich niemand dem Thema Umwelterziehung entziehen könne, denn man werde täglich damit konfrontiert. Wichtig sei, dass es den Kindern und Jugendlichen auf eine spielerische und kreative Art vermittelt werde. Brigitte Pfister von der Umweltstation Fuchsenwiese in Bamberg war ebenfalls der Meinung, dass Umwelterziehung nur Erfolg habe, wenn die Jugendlichen Spaß dabei hätten. Die Fuchsenwiese biete deshalb vielfältige Möglichkeiten, die Natur kennen zu lernen, nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Lehrer und Erzieher, die dort an Fortbildungen teilnehmen könnten.

Zum Abschluss der Vorträge machte Biologielehrer Jürgen Liebig deutlich, dass man auch schon durch kleine Veränderungen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten könne. Als konkretes Beispiel führte er das Dientzenhofer-Gymnasium an, das als Umweltschule schon Auszeichnungen bekommen habe. Stromsparen oder Absenken der Temperaturen bei der Heizung könnten zum Umweltschutz beitragen.

Nach der Diskussion informierten die Studierenden die Referenten, was sie in der Umweltwoche erarbeitet hatten. Dabei bezeichneten sie es als wichtig, nicht nur die Kinder und Jugendlichen über Umweltschutz zu informieren, sondern auch die Eltern einzubeziehen.