24.5.2007

Drei Schwestern aus Nigeria verbreiten Fröhlichkeit im Coburger Caritas-Seniorenheim

Weihbischof begrüßte mit Gottesdienst den neuen Konvent der „Töchter Mariens Mutter der Barmherzigkeit“


Weihbischof Werner Radspieler mit Oberin Angela Oluchi Kela und Schwestern der Kongregation der Töchter Mariens Mutter der Barmherzigkeit

Die Neugründung eines Konvents der „Töchter Mariens Mutter der Barmherzigkeit“ aus Nigeria hat in Coburg ein weiteres Fundament christlichen Lebens geschaffen. Weihbischof Werner Radspieler hieß die drei Ordensschwestern aus Nigeria, Schwester Pricilla Ibe, Schwester Maria Gracious Onwukwe  und Schwester Carine Ebirim Blessing, in der Kirche des Caritas-Seniorenheims St. Josef mit einem Gottesdienst willkommen.

„Es ist keine Vernachlässigung Gottes, wenn ihr wegen Gott von Gott weggeht“, schrieb Vinzenz von Paul, Gründer der Vinzentinerinnen, in einem Brief an die Ordensschwestern um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert. Diesen Schlüsselsatz stellte Weihbischof Werner Radspieler in das Zentrum seiner Predigt. Damit habe der Heilige damals den Vinzentinerinnen den Weg für ihren Dienst an den Armen gewiesen. Denn die Ordensschwestern hätten nicht gewusst, was sie tun sollten, wenn ein Notleidender zu den Klausurzeiten an ihre Tür klopfte und um Hilfe bat: Sollten sie ihre festen Gebetszeiten unterbrechen oder an der Klausur festhalten und den Bedürftigen warten lassen? „Wenn ihr das Gebet verlasst, um einem Notleidenden zu dienen, so denkt daran, dass ihr damit Gott dem Herrn dient“, sei Vinzenz’ Antwort gewesen.

Die Genehmigung zur Gründung des Konvents in Coburg erteilte Erzbischof Dr. Ludwig Schick im Herbst vergangenen Jahres. Er führt die lange Tradition der Ordensgemeinschaft der „Schwestern des Erlösers“ aus Heidenfeld und ihr Wirken in der Krankenpflege und der pastoralen Arbeit in Coburg fort.

Oberin Angela Oluchi Kela stellte im Gottesdienst die „Töchter Mariens Mutter der Barmherzigkeit“ vor. 1961 gründete Dr. Anthony Gogo Nwedo, ehemaliger Bischof der Diözese Umuahia in  Nigeria, den Orden. Dessen Aufgabe sei die Evangelisierung. Aber auch die Sorge insbesondere um Pflegebedürftige, Kranke und Schwache sei Ausdruck der Berufung der Schwestern. Im Jahr 1994 erfolgte die päpstliche Anerkennung des Ordens, der heute mehr als 1000 Ordensschwestern umfasst und neben Nigeria und Afrika auch in Europa und den USA tätig ist.

Lorenz Freitag, Leiter des Caritas-Seniorenheims St. Josef, dankte den Schwestern, die schon seit Beginn des Jahres in der Einrichtung tätig sind, für ihre offene, fröhliche und ausgeglichene Art. Sie bereicherten das Heim, dessen Träger der Caritasverband Coburg ist, sowohl spirituell wie auch kulturell. Davon konnten sich die Gottesdienstbesucher selbst überzeugen. Mit erfrischenden afrikanischen Rhythmen und Gesängen gestalteten die Schwestern den Gottesdienst musikalisch mit. Bei der anschließenden Willkommensfeier verköstigten sie Heimbewohner und Gäste mit landestypischen Speisen aus Nigeria. Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein überreichte den Schwestern ein Willkommenspräsent.

Zusammen mit dem Weihbischof zelebrierten Dekan Raimund Reinwald, der Hausgeistliche Pfarrer Brunolf Löhlein, Pater Peter Uzor aus Ebersdorf und Pfarrer Günther Sprenger aus Neundorf den Gottesdienst.