24.5.2007

Qualitätsmanagement steigerte die Effektivität – bereits 41 Caritas-Einrichtungen sind zertifiziert


Prof. Dr. Michael Nagy von der Fachhochschule Heidelberg

41 Einrichtungen der Caritas im Erzbistum Bamberg haben inzwischen von der Zertifizierungsgesellschaft proCumCert (pCC) das Qualitätssiegel nach dem vom Diözesan-Caritasverband selbst entwickelten Qualitätsmanagementsystem DiCVQuM erhalten. Bis 2009 sollen es 51 werden. Bei der gestern zu Ende gegangenen Qualitätskonferenz in Obertrubach lobte pCC-Geschäftsführer als großen Vorteil des caritaseigenen Systems die Zusammenarbeit zwischen den Auditoren der Zertifizierungsgesellschaft und den Fachberatern des Diözesan-Caritasverbandes.

Ergebnisorientiertes Vorgehen statt Aktionismus nannte Günter Allinger, Gesamtleiter der Behinderteneinrichtung der Barmherzigen Brüder in Gremsdorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt), als Effekt der Einführung von DiCVQuM. Dank des Qualitätsmanagementsystems arbeite man heute systematischer und planvoller und damit auch schneller zugunsten der 290 Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung, die in Gremsdorf leben.

Fähigkeit zur Selbstkritik forderte Prof. Dr. Michael Nagy von der Fachhochschule Heidelberg von den Führungskräften karitativer Organisationen. In seinem Fachvortrag stellte er heraus, dass die offene und ehrliche Bewertung der Arbeit eine zentrale Aufgabe sei, in der die Verantwortung der obersten Leitung zum Tragen komme.