19. März 2007

Caritas im Landkreis Nürnberg plant Ausweitung bei psychiatrischen Angeboten

Ausgerichtet vom Caritasverband im Landkreis Nürnberger Land, traf sich zum fünften Mal das Psychiatriekuratorium im Landkreis. Die klinischen und ergänzenden psychiatrischen Angebote versorgen die Landkreisbevölkerung wohnortnah und auf sehr hohem Niveau. Intensiv wurde die Weiterentwicklung diskutiert. So plant die Caritas Ausweitungen in den Bereichen Gebrauchtwarenmarkt, Beschäftigung psychisch kranker Menschen (Zuverdienstarbeitsplätze) und ein bayernweit einmaliges Modellprojekt ambulant betreutes Wohnen für altgewordene psychisch kranke Menschen.

Vehement wurde Ärger über die Vorgehensweise des Klinikums Nürnberg geäußert, das regelmäßig im Landkreis agiere, ohne die zuständigen Gremien wie die regionale Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft vorher einzubinden. Andererseits erweitere die Präsenz des Klinikums aber das Angebotsspektrum. Die vielfältigen regionalen Institutionen seien zu einer Zusammenarbeit bereit, dazu gehöre aber, dass ein Gesprächsangebot auch angenommen werde.

Landrat Reich hob die hohe Qualität der vorhandenen Psychiatrie-Einrichtungen im Landkreis hervor und betonte, dass dies auch immer wieder in die Öffentlichkeit gehöre, um Bewusstsein für psychiatrische Krankheitsbilder zu schaffen. Oft sei das, was man salopp mit „der spinnt halt“ abtue, eine schwere Erkrankung, die professioneller Hilfe bedürfe. Künftig wird auch ein Betroffenenvertreter dem Psychiatriekuratorium angehören.