26.6.2007

In der Heimat wohnen – ein Leben lang

Fachtag stellt Wohnmodell von Caritas und Joseph-Stiftung vor

Selbständig zu leben bis ins hohe Alter, ist der Wunsch der meisten Menschen. Die Realität sieht oft anders aus. Pflegebedürftigkeit zwingt Patienten nicht selten dazu, ihre vertraute Wohnung und auch das gewohnte Lebensumfeld zu verlassen, um in ein Pflegeheim zu ziehen. Bisweilen auch recht kurzfristig. Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung haben daher gemeinsam ein Wohnmodell entwickelt, wie pflegebedürftige Menschen oder Menschen mit Behinderung ihr Leben zu Hause verbringen können. Dieses Wohnmodell „In der Heimat wohnen – ein Leben lang“ wird derzeit an sieben Standorten im Erzbistum Bamberg verwirklicht.

Was im Einzelnen geplant ist und welche gesellschaftliche Bedeutung das Modell besitzt, wollen Diözesan-Caritasverband und Joseph-Stiftung bei einem Fachtag „In der Heimat wohnen“ in Bamberg vorstellen. Der Fachtag findet in Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle Wohnen zu Hause statt, die vom bayerischen Sozialministerium gefördert wird.

Zu Beginn des Fachtags wird die Landtagsabgeordnete Melanie Huml ein Grußwort sprechen und die neue Website www.in-der-heimat.de freischalten.

Ein erster Fachvortrag von Helmar Fexer, Bereichsleiter Soziale Dienste beim Diözesan-Caritasverband, zeigt den demographischen und sozioökonomischen Wandel im Erzbistum Bamberg auf. Sabine Wengg von der Koordinationsstelle Wohnen zu Hause stellt anschließend zukunftsfähige Altenhilfekonzepte für kleinere Gemeinden vor.

Ab 14.15 Uhr präsentieren Helmar Fexer und Dr. Klemens Deinzer, Vorstand der Joseph-Stiftung, das Modell „In der Heimat wohnen – ein Leben lang, sicher und selbstbestimmt“. Fokus-Gespräche behandeln danach verschiedene Aspekte des Modells wie barrierefreies Wohnen und Wohnraumanpassung, Aufbau sozialer Netzwerke oder alte Menschen mit Demenz, psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung als besondere Zielgruppen.

Den politischen Handlungsbedarf in der Altenhilfe diskutiert ein Abschlussplenum um 16.30 Uhr. An ihm nehmen die Landtagsabgeordneten Melanie Huml (CSU) und Christa Steiger (SPD) sowie die Bamberger Stadträtin Ulrike Heucken (Grüne; angefragt) teil.

Publikum des Fachtags sind Bürgermeister und Landräte, Altenhilfefachberater und Behindertenbeauftragte, Pfarrer und Kirchenpfleger aus der Erzdiözese Bamberg.

Standorte, an denen das Wohnmodell „In der Heimat wohnen – ein Leben lang“ verwirklicht wird, sind: Bamberg-Gaustadt, Hollfeld, Forchheim-Nord (bereits im Bau), Hallerndorf (Landkreis Forchheim), Neunkirchen am Brand, Erlangen Pfarrei St. Sebald, Nürnberg Stadtteil St. Johannis und Hersbruck.

Der Fachtag versteht sich als Beitrag von Caritas und Joseph-Stiftung zu den Bistumstagen, die als Höhepunkt des Diözesanjubiläums „1000 Jahre Bistum Bamberg“ vom 6. bis 8. Juli 2007 stattfinden.