16.7.2007

Caritas und Diakonie im Nürnberger Land diskutierten mit ARGE


Erfahrungsaustausch zwischen Wohlfahrtsverbänden und ARGE (von links): Simone Lochner (ARGE), Angela Henke (Caritas), Franziska Grashey (Caritas), Herbert Lang (Diakonie), Cornelie Fritz (Diakonie), Grazyna Urbas (Caritas), Alfred Hornung (ARGE), Katja Tessaring (ARGE).

Zu einem Erfahrungsaustausch trafen sich Vertreterinnen und Vertreter des Caritasverbandes im Landkreis Nürnberger Land und des Diakonischen Werkes Altdorf-Hersbruck-Neumarkt mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ARGE für Arbeitsintegration Nürnberger Land.

Ziel der beiden Wohlfahrtsverbände ist es, erwerbsfähige Hilfeempfänger so zu unterstützen, dass diese ihr Existenzminimum mit Hilfe von ALG II sichern können.

ALG II-Empfänger bekommen bei den beiden Wohlfahrtsverbänden umfassende und kostenfreie Beratung in Sachen HARTZ IV. Die Beraterinnen forderten aber auch eine umfassendere Beratung der Kunden und Hilfestellung beim Ausfüllen der umfangreichen Formulare durch die ARGE.

Bezüglich der Höhe der Kosten der Unterkunft wiesen die Beraterinnen auf den Ermessensspielraum im Einzelfall hin und forderten für die Zukunft unter anderem eine Anhebung der pauschalierten Mietobergrenzen im Landkreis, da diese grundsätzlich noch immer zu niedrig angesetzt seien.

Mit anonymisierten Fallberichten aus der Praxis machten die Beraterinnen auf Lücken im Leistungssystem und die Folgen für die Kunden aufmerksam.

Sehr unterschiedliche Sichtweisen wurden jedoch in der Bewertung der Bearbeitungsdauer, der Verständlichkeit von Bescheiden und der Beratung der Kunden deutlich.

Der stellvertretende Geschäftsführer der ARGE, Alfred Hornung, stellte nachvollziehbare Bescheide in Aussicht und verwies nochmals auf die Möglichkeit der ARGE, einen Vorschuss auszuzahlen, wenn während der Bearbeitungsdauer das Existenzminimum nicht anderweitig gesichert werden kann.