9.7.2007

Erzbischof ehrte Ehrenamtliche der Caritas aus Forchheim, Schwarzenbach an der Saale und dem Nürnberger Land


Indem sie die Reisen begleiten, ermöglichen diese Ehrenamtlichen der Caritas Forchheim Menschen mit Behinderung einmal im Jahr Erholung in Altötting.


Der Dank des Erzbischofs galt auch Ehrenamtlichen, die sich bei der Caritas Nürnberger Land um die Besucher der Tagespflege kümmern.


Ebenfalls bei der Caritas Nürnberger Land unterstützen Ehrenamtliche pflegende Angehörige.


Erzbischof Dr. Ludwig Schick würdigte das Engagement Ehrenamtlicher, die in Schwarzenbach an der Saale das Sonnenstübchen für Arbeitslose und Empfänger von Hartz IV-Leistungen einrichteten und betreiben.

Bei der Ehrung von Ehrenamtlicheninitiativen in der Erzdiözese Bamberg hat Erzbischof Dr. Ludwig Schick – Bezug nehmend auf das Motto des Jubiläumsjahres ‚Unterm Sternenmantel’ – die Ehrenamtlichen als „Sterne, die leuchten, Feuer fangen, Licht, Wärme und Freundlichkeit ausstrahlen und damit zu leuchtenden Sternen und Wegweisern in der Kirche werden“ bezeichnet. Im Gemeindehaus St. Josef ehrte Schick am Freitagnachmittag (6. Juli 2007) 15 Ehrenamtlichen-Initiativen. Unter ihnen sind auch vier Freiwilligen-Teams der Caritas.

„Es gibt viele Sterne, die unser Bistum ausmachen. Und dazu gehören besonders die Ehrenamtlichen“, betonte der Bamberger Oberhirte. „Ohne sie wäre das Erzbistum um vieles ärmer.“ Jeder Mensch habe Talente, um sich im Gottesdienst, in der Verkündigung oder im Dienst an den Mitmenschen einzubringen. Die beste Werbung für das kirchliche Ehrenamt seien Ehrenamtliche, die „Freude und Barmherzigkeit“ ausstrahlten.

Die Ausgezeichneten erhalten neben der Ehrung einen kleinen Geldbetrag. Diesen sollen die Ehrenamtlichen nicht für ihre Arbeit verwenden; vielmehr sollen sie sich mit seiner Hilfe einmal selber etwas Gutes tun.

Aus der Caritas erhielten den Preis der „Stiftung für das Ehrenamt“, die Schicks Vorgänger Erzbischof Dr. Karl Braun im Jahr 2001 ins Leben gerufen hat:

Ehrenamtliche in der Tagespflege des Caritasverbandes im Landkreis Nürnberger Land e.V.

Die Ehrenamtlichen lesen den Tagespflegegästen vor, unterstützen beim Essen, gehen mit den alten Leuten spazieren und führen Gesprächskreise durch. Zur Gruppe gehören 35 Personen.

Ehrenamtliche Unterstützung pflegender Angehöriger im Caritasverband im Landkreis Nürnberger Land e.V.

Die Ehrenamtlichen ermöglichen es pflegenden Angehörigen, Termine z.B. bei Behörden wahrzunehmen, Besorgungen zu machen oder auch einmal freie Zeit zu genießen und sich zu erholen. In dieser Zeit beschäftigen sich die Ehrenamtlichen mit den Patienten und unterhalten sich mit ihnen, lesen vor, kochen einen Tee oder leisten kleine alltägliche Hilfen. Zur Gruppe gehören 8 Personen.

Ehrenamtliches Team bei der Caritas-Behindertenerholung Forchheim

Der Caritasverband für den Landkreis Forchheim e.V. organisiert seit 21 Jahren jährlich eine Erholungsmaßnahme für erwachsene Menschen mit Körperbehinderung in Altötting. Dieses Angebot ermöglicht ein ehrenamtliches Pflegeteam, das sich rund eine Woche lang um die Uhr um die ca. 12 bis 15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen kümmert. Der Aufenthalt in Altötting ist für viele schwerstbehinderte, pflegebedürftige Menschen die einzige Möglichkeit, für einige Zeit aus der oft engen Welt ihres Krankenzimmers herauszukommen und sich ähnlich wie nicht behinderte Menschen zu erholen, Kraft zu schöpfen, Gemeinschaft zu erleben und neue Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. Trotz Querschnittslähmung, schwerer Halbseitenlähmung oder Multipler Sklerose erleben die Teilnehmer ein Urlaubsprogramm mit Ausflügen in die Region, etwa an den Chiemsee, auf die Winkelmoos-Alm oder nach Passau. Die Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch oder anderen religiösen Angeboten wird von vielen gerne wahrgenommen, da dies zu Hause oft schwer zu verwirklichen ist. Einige der sechs ehrenamtlichen Betreuerinnen haben bereits zehnmal und öfter eine solche Erholungsmaßnahme begleitet.

Caritas-Sonnenstübchen in Schwarzenbach/Saale

Die hohe Arbeitslosigkeit in Schwarzenbach an der Saale war der Anlass, das Caritas-Sonnenstübchen als Anlaufstelle für Menschen zu schaffen, die durch Arbeitslosigkeit oder das Angewiesensein auf ALG II nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Es gibt einen Laden mit Secondhand-Kleidung, daneben einen Werkladen, so dass man auch Möbel und Haushaltsgegenstände kostengünstig erwerben kann, und seit Weihnachten 2006 eine wöchentliche Begegnungsmöglichkeit „Cafe Kunterbunt“, die gerade von allein stehenden Menschen gerne angenommen wird. Geplant ist, eine Lebensmittelausgabe zu eröffnen. Neben den Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie tragen katholische und evangelische Freiwillige das Projekt.