4.7.2007

Platzt der Generationenvertrag?

Podiumsdiskussion von Caritas, Familienbund und Seelsorgeamt fragt nach der Zukunft sozialer Sicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalts

Das Miteinander der Generationen ist mehr denn je Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Aufgeschreckt durch den demographischen Wandel boomt das Thema in Politik und Medien. Denn mit der Veränderung der Altersstruktur verschiebt sich nicht nur der zahlenmäßige Anteil der verschiedenen Generationen an der Bevölkerung. Es verändert sich auch das Verhältnis der Generationen zueinander. Älteren Menschen fürchten, dass sie zukünftig im Alter nicht mehr ausreichend versorgt werden. Man denke an die Forderung, dass über 80 Jahre alten Patienten ein künstliches Hüftgelenk nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden solle. Jüngere Menschen sehen sich dagegen ausgebeutet, weil sie steigende Sozialabgaben zahlen, die vor allem den Senioren zugute kommen, während sie für ihr eigenes Alter zunehmend privat vorsorgen sollen. Andererseits wird ein stärkerer Zusammenhalt der Generationen gerade in der Alltagspraxis beschworen. Wie wird es um den Zusammenhalt der Generationen in der Gesellschaft von morgen bestellt sein? Droht der Generationenvertrag zu platzen? Oder finden sich neue Formen der Solidarität zwischen Jung und Alt?

Diesen Fragen widmen der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg, der Diözesanverband Bamberg des Familienbundes der Katholiken und der Katholischen Elternschaft Deutschlands sowie die Referate Familienpastoral und Seniorenpastoral des Erzbischöflichen Seelsorgeamtes die

Podiumsdiskussion „Platz der Generationenvertrag?“
am Samstag, 7. Juli 2007, von 10 bis 12.30 Uhr
im Dr.-Philipp-Kröner-Haus in Bamberg (Obere Königstraße 4 b)

Den Einführungsvortrag hält der Dr. Jürgen Borchert, Richter am Sozialgericht Darmstadt. Er hat am Bundesverfassungsgerichtsurteil zur Berücksichtigung der Erziehungsleistung in der Pflegeversicherung mitgewirkt. Anschließend diskutiert er mit der früheren Landtagsvizepräsidentin Anneliese Fischer, Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein und dem Landesvorsitzenden des Familienbundes, Prof. Dr. Johannes Schroeter. Die Moderation hat Prof. Dr. Heimo Ertl, der frühere Direktor der Diözesanakademie Caritas-Pirckheimer-Haus (Nürnberg).

Die Veranstaltung ist ein Beitrag zum Diözesanjubiläum „1000 Jahre Bistum Bamberg“. Der Eintritt ist frei.