31. Januar 2007

Berufsschüler übergaben bemerkenswerte Spende für die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze in der Altenpflege – Erlös aus dem Weihnachtsbasar der Bamberger Berufsschule III


Die Schülersprecher Jürgen Meyer und Sarah-Ann Välisalo sowie Schulleiterin Dr. Angelika Rehm überreichten Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein die Spende aus dem Erlös des Weihnachtsbasars an der Bamberger Berufsschule III.

Auszubildende setzen sich dafür ein, dass andere Jugendliche einen Ausbildungsplatz bekommen: 2798 Euro überreichten die Schülersprecher der Bamberger Berufsschule III, Sarah-Ann Välisalo und Jürgen Meyer, Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein als Spende für das Projekt „Zukunft schaffen durch Ausbildungsplätze in der ambulanten Altenpflege“.

Die Schüler erlösten den Spendenbetrag bei ihrem Weihnachtsbasar „Total global“. Dabei zeigten Schüler, deren Familien ihre Wurzeln im Ausland haben, wie in anderen Ländern Weihnachten gefeiert wird. Außerdem gab es eine Tombola, deren Preise Firmen gespendet hatten, Stände mit alkoholfreiem Glühwein und Bratwürsten sowie die Aufführung eines Weihnachtsfilmes.

Das Projekt „Zukunft schaffen durch Ausbildungsplätze in der ambulanten Altenpflege“ will zusätzliche Lehrstellen in den Caritas-Sozialstationen schaffen. Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein wies gegenüber den Schülern und Lehrern der Berufsschule darauf hin, dass in Oberfranken die Zahl der über 75-jährigen Bürgerinnen und Bürger von gegenwärtig 100.000 bis 2020 auf 125.000 steigen werde. Zugleich sei aufgrund der höheren Lebenserwartung mit einer deutlichen Zunahme der Demenzkranken zu rechnen. „Altenpfleger ist ein zukunftsträchtiger Beruf,“ betonte Öhlein. „In wenigen jahren werden wir händeringend Mitarbeiter suchen.“ Andererseits weigerten sich aber die Pflegekassen, bei ihren Entgelten Ausbildungskosten einzubeziehen. Daher könnten die Sozialstationen – anders als die Alten- und Pflegeheime – aus eigener Kraft keine Ausbildungsplätze schaffen und seien dazu auf Spenden angewiesen. Die Spendenaktion ist Teil der Initiative „Ausbildung – Arbeit – Zukunft: für Menschen in unserer Region“ zum Jubiläum „1000 Jahre Bistum Bamberg.“

Dr. Angelika Rehm, Leiterin der Berufsschule III, lobte das Projekt als „gut in einer Zeit, in der Ausbildungsplätze fehlen.“ Die Schülermitverwaltung habe sich zur Unterstützung dieses Projekts entschlossen, da die Berufsschule direkt mit dem Problem konfrontiert sei, dass Jugendliche keine Ausbildung oder Arbeit fänden. Dr. Angelika Rehm wies auf die Folgen hin, wenn junge Menschen den Start ins Berufsleben mit einem Misserfolg beginnen. Dies könne einen „Teufelskreis“ auslösen: „Jugendliche, die ausbildungsfähig sind, werden aus der Bahn geworfen, so dass sie dann erst schwer vermittelbar würden.“

Spenden für das Projekt „Zukunft schaffen durch Ausbildungsplätze in der ambulanten Altenpflege“ können eingezahlt werden auf das Konto Nr. 9003002 des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg e.V. bei der LIGA Bank Bamberg eG (BLZ 750 903 00) mit dem Stichwort „Ausbildungsplätze Altenpflege“.