25. Januar 2007

Leitungswechsel im Stift St. Martin - Rose Wolferstetter geht in Ruhestand


Die scheidende Leiterin des Senioren- und Pflegeheims Stift St. Martin Rose Wolferstetter, eingerahmt von ihrem Nachfolger Peter Meusch (links) und Caritasdirektor Roland Werber.
Foto: Sauerbeck 

„Der Scheidenden Dank, dem Kommenden Segen“ - mit diesem Wort verabschiedete Caritasdirektor Roland Werber die Leiterin des Senioren- und Pflegeheims Stift St. Martin Rose Wolferstetter in den Ruhestand und hieß ihren Nachfolger, den  Diplom-Pädagogen Peter Meusch willkommen.

Caritaskreuz in Gold

Für ihre großen Verdienste um die Altenhilfe erhielt die scheidende Einrichtungsleiterin aus den Händen von  Prälat Theo Kellerer das Caritasehrenzeichen in Gold. Als originären Dienst der Caritas bezeichnete der Erste Vorsitzende des Caritasverbandes Nürnberg das fast 25-jährige Wirken von Frau Wolferstetter bei einer Eucharistiefeier in der Hauskapelle. An dem Dankgottesdienst nahmen auch die Pfarrer der benachbarten katholischen Martinskirche und der evangelisch-lutherischen Matthäuskirche teil und drückten damit ihre Verbundenheit mit dem Stift St. Martin aus.

Die anschließende Abschiedsfeier im Pfarrzentrum von St. Martin machte die Wertschätzung sichtbar, die Frau Wolferstetter bei Bewohnern, Mitarbeitern, im Caritasverband und in Fachgremien sowie in den Kirchengemeinden und in der Kommune genoss.  

„Frau Wolferstetter hat das Stift St. Martin mit außerordentlicher Fachkompetenz und hohem persönlichen Engagement geleitet“, sagte Werber in seiner Würdigung. „Die Sorge um die alten und pflegebedürftigen Bewohner sowie die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen lagen  ihr sehr am Herzen“.

Seit 1982 leitete Rose Wolferstetter das Stift St. Martin in der Nürnberger Nordstadt. Auch nach ihrer offiziellen Verabschiedung will sie dem Haus beratend zur Seite stehen und ihr Fachwissen dem Caritasverband Nürnberg zur Verfügung stellen. „Gehen Sie uns nicht ganz verloren“ wünschte denn auch die Sprecherin des Heimbeirats.

Neuer Leiter in der Wärmestube

„Ziehen Sie ihre eigenen Schuhe an“, gab Caritasdirektor Werber dem Nachfolger zum Start mit auf den Weg. Nach dem Dank an seine Vorgängerin versicherte Peter Meusch den Bewohnern: sie sollten weiterhin ein Haus vorfinden, „in dem sie angenommen sind und gute Pflege erfahren“.

Meusch  bringt Leitungserfahrung mit. Er leitete die gemeinsam von der Stadtmission Nürnberg  und dem Caritasverband Nürnberg  getragene Ökumenische Wärmestube seit 1992. „Herrn Meusch ist es zum Großteil mit zu verdanken, dass diese niedrigschwellige Einrichtung für wohnungslose Menschen zu einem wichtigen Hilfsangebot geworden ist. Mit großem Einfühlungsvermögen widmete er sich den Sorgen und Nöten der Besucher“, würdigten die beiden Träger seinen Einsatz für wohnungslose und bedürftige Menschen in Nürnberg.

Als Nachfolger von Peter Meusch ist jetzt der Sozialpädagoge Bernhard Gradner, bisher  beim Caritasverband Nürnberg in der Beratung und Betreuung von Asylbewerbern in einer Sammelunterkunft beschäftigt, für die Besucher der Wärmestube da.