18. Januar 2007

Caritas sprach mit ARGE

Hartz IV und Arbeitslosengeld II waren die Schwerpunktthemen eines Gesprächs, das Mitarbeiter des Caritasverbandes im Nürnberger Land mit Vertretern der ARGE führten.

Beleuchtet wurde die Möglichkeit, die trotz steigender Mietpreise seit Jahren unveränderten Mietobergrenzen anzuheben, so dass soziale Härten wie Umzüge von Arbeitssuchenden vermieden werden könnten. Eine zu niedrige Mietobergrenze dränge Menschen oft an den Rand der Gesellschaft, machte Caritas-Geschäftsführer Michael Groß deutlich. Klar wurde, dass ein Urteil des Hersbrucker Amtsgerichtes in diesem Zusammenhang wegweisend sein könnte. Hier war in einem konkreten Fall beschieden worden, dass im Rahmen der geltenden Mietobergrenzen kein angemessener Wohnraum zur Verfügung stehe.

Die Verständlichkeit der Bescheide solle auch verbessert werden. Die Vertreter der Caritas wünschten sich darüber hinaus eine Telefonnummer des jeweiligen Verfassers, so dass bei Unklarheiten gleich nachgefragt werden könne.

Hilfeempfängern raten die ARGE-Mitarbeiter, sich mit mündlichen Auskünften nicht zufrieden zu geben, sondern immer einen schriftlichen Bescheid zu verlangen. Werde ein Antrag bewilligt, dann strebe die ARGE eine schnelle Umsetzung an. Komme es vor der Geldauszahlung zu akuten finanziellen Notlagen, könne die ARGE auch Lebensmittel-Wertgutscheine ausgeben. Die Vertreter der ARGE sicherten der Caritas ihr Bemühen zu, Anträge möglichst innerhalb von 14 Arbeitstagen zu bearbeiten. Die Gespräche sollen fortgeführt werden.

Eberhard Tzeuschner