8. Februar 2007

Neuer Leiter des Dr.-Robert-Pfleger-Rehabilitations- und Altenpflegezentrums St. Otto eingeführt


Rudolf Reinwald

Als neuer Leiter des Dr.-Robert-Pfleger-Rehabilitations- und Altenpflegezentrums St. Otto in Bamberg ist am heutigen Nachmittag Rudolf Reinwald offiziell eingeführt worden. Reinwald, der im Juli 2003 bereits die Leitung des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Walburga übernommen hat, wird künftig beiden Caritas-Einrichtungen vorstehen. Von 1979 bis 2003 hatte Reinwald die Caritas-Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. Marien in Pettstadt geleitet.

Auch als Altenheimleiter sei Rudolf Reinwald „ganz der Sozialerbeiter mit Zuneigung zu den Menschen geblieben“, sagte Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein bei der Einführung im Dr.-Robert-Pfleger-Rehabilitations- und Altenpflegezentrum St. Otto. Öhlein lobte an Reinwald sowohl dessen Freundlichkeit als auch seine Geduld und sein Durchsetzungsvermögen, Eigenschaften, die ihn qualifizierten, ab nun „Chef“ zweier Altenhilfeeinrichtungen zu sein.

Reinwald bekannte, durch den Wechsel aus der Jugendhilfe in ein Alten- und Pflegeheim habe er viel über das Altwerden und über menschliche Begrenztheit gelernt. Vor seinen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hielt er ein Plädoyer für Nächstenliebe und Barmherzigkeit in der Betreuung pflegebedürftiger Menschen. Fachwissen sei nicht die einzige Richtschnur, Überzeugung und Gewissen müssten bei der Arbeit hinzukommen. Man müsse auch nach den existentiellen Bedürfnissen des einzelnen Hausbewohners fragen und danach, wie man ihnen entgegenkommen könne. „Wir sind die, die den alten Menschen nahe sind und auf die sie sich verlassen,“ sagte Reinwald. Der Umgang mit pflegebedürftigen Senioren erfordere daher Behutsamkeit und Fingerspitzengefühl.

Reinwald stellte auch die Frage, ob es angesichts einer Regelungswut in der Altenpflege künftig noch Nächstenliebe geben werde: „Je weniger Zeit für die einzelnen Tätigkeiten terminiert wird, umso weniger Platz ist für Barmherzigkeit.“ Nächstenliebe bedeute, sich Zeit zu nehmen.

Das Dr.-Robert-Pfleger-Rehabilitations- und Altenpflegezentrum St. Otto besteht aus einem Altenwohnheim für selbständiges Wohnen in 15 abgeschlossenen Wohnungen, einem Altenheim mit 37 Plätzen und einem Pflegeheim mit zwölf Einzelzimmern und 30 Doppelzimmern. Das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Walburga verfügt über zehn Plätze für Kurzzeitpflege, 55 Pflegeplätze für dauerhafte Bewohner und eine beschützende Abteilung für demenzkranke Menschen mit zwölf Plätzen.