2. Februar 2007

Caritas Forchheim lobt Mietspiegel

Worte des Lobes ernten Landrat Glauber, der Kreisausschuss sowie die ArGe Forchheim aus dem Mund von Caritas und Arbeiterwohlfahrt für den neuen Mietspiegel im Landkreis Forchheim.

Peter Ehmann, Geschäftsführer der Caritas in Forchheim und Sprecher des Beirates in der Arbeitsgemeinschaft (ArGe), sieht im neuen Mietspiegel eines der wichtigsten Instrumente zur Bekämpfung von Armut. Bisher mussten viele Arbeitslosengeld II-Empfänger im Landkreis Forchheim aus den sehr gering bemessenen Mitteln für den Lebensunterhalt noch Geld für die Miete abzweigen. In mehreren Fällen bedeutete dies z. B. für Familien monatlich 50,- € bis 100,- €, welche für Miete zusätzlich aufgewendet werden mussten. Der neue Mietspiegel behebt diesen Missstand weitgehend. So kann z. B. eine fünfköpfige Familie aus Ebermannstadt mit bis zu 608,- € im Monat (Miete, Nebenkosten, Heizung) unterstützt werden. Bislang waren es 545,- €. Lisa Hoffmann, Geschäftsführerin bei der Arbeiterwohlfahrt und Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege (KAG), erkannte an, dass die Kreispolitik und die Arbeitsgemeinschaft das Problem offenen Auges angegangen seien. Die Recherche der kommunalen Mietpreise sei äußerst solide durchgeführt worden.

Beide Vertreter der Wohlfahrtsverbände machten klar, dass im Bereich des Arbeitslosengeldes II vor allem der Bund seine Hausaufgaben nicht gemacht habe. Dort habe man noch nicht erkannt, „dass Arbeitslose keine Steine essen können“. Zudem müssten hier verstärkte Bemühungen im Bereich aktiver Arbeitsmarktpolitik erfolgen. Dagegen würden die Möglichkeiten, welche Kommunen hätten, im Landkreis Forchheim angemessen aufgegriffen. Besonders positiv wird von den Wohlfahrtsverbänden die Beratung des Kreisausschusses durch den Fachbeirat für soziale Angelegenheiten bewertet, der aus den Vertretern der Wohlfahrts- und Sozialverbände der KAG besteht und den bisherigen Sozialhilfeausschuss ablöst.