10.12.2007

Einrichtungen des Heilpädagogischen Zentrums in Lichtenfels erhielten das Qualitätssiegel „DiCVQuM geprüfte Qualität“


Kristina Knauer, Mitarbeiterin im Qualitätszirkel des Wohnheims St. Michael, nahm für ihre Einrichtung das DiCV-QuM-Siegel aus den Händen von Johann Lukasik von der Zertifizierungsgesellschaft proCum Cert entgegen.

Mit Erfolg haben sieben Abteilungen des Heilpädagogischen Zentrums des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg in Lichtenfels das Qualitätssiegel „DiCVQuM geprüfte Qualität“ in einer kleinen Feierstunde verliehen bekommen.

Mit dem Erhalt der Qualitätssiegel können nun in Lichtenfels die Frühförderung, die Offene Behindertenarbeit, die Tagesstätte St. Anna, das Wohnheim St. Elisabeth  und das Wohnheim St. Michael sowie in Altenkunstadt die Kathi-Baur-Kindertagestätte und die Kreuzberg-Kindertagesstätte ein systematisches Qualitätsmanagementkonzept nachweisen. Es wurde vom Diözesan-Caritasverband Bamberg in Eigenarbeit für soziale Einrichtungen entwickelt, ist mit anderen Systemen kompatibel und entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Ziel ist es, die Qualität in den Einrichtungen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Darüber hinaus will das System die Selbstverantwortung aller Beteiligten für die Qualität der Leistungen stärken und die Verfahren des Qualitätsmanagements in die alltägliche Routine integrieren.

Die Bausteine aus dem DiCV-Qualitätsmanagement werden im Heilpädagogischen Zentrum konsequent und fortlaufend umgesetzt. Dazu gehören regelmäßige Qualitätszirkel, Stärken-Schwächen-Analysen der Kernleistungen, Beschreibungen von Prozessen, Evaluations- und Selbstevaluationsverfahren, interne Selbstbewertungen und Organisationshandbücher.

Die Gesamtleiterin des Heilpädagogischen Zentrums, Maria Wiehle, verwies auf die langjährige Beteiligung des Heilpädagogischen Zentrums an der Entwicklung des systematischen Qualitätsmanagements DiCV–QuM seit 1997, das damals noch ein Modellprojekt war.

Die Zertifizierungsgesellschaft ProCum Cert hat die Abteilungen begutachtet und überprüft, sich von der Qualität vor Ort überzeugt und diesen ein positives Zeugnis ausgestellt. Johann Lukasik von proCum Cert bestätigte allen eine gute Qualität. Besonders lobend stellte er das Engagement der Gesamtleitung, die aktiv zum Qualitätssystem beitrage, sowie die Motivation, den Kooperationswillen und die Aufgeschlossenheit aller Mitarbeiter heraus. „Durch die sehr guten Prozesse und deren gelungenen Umsetzung hat das Heilpädagogische Zentrum insgesamt ein überzeugendes System dargeboten“, betonte Lukasik.

Der für die Gesundheits-, Alten- und Eingliederungshilfe zuständige Abteilungsleiter beim Diözesan-Caritasverband, Josef Noppenberger, dankte den Mitarbeitern für ihr zusätzliches Engagement und Durchhaltevermögen während der Einführung des Qualitätsmanagementkonzepts. Die innovative, internetbasierte Umsetzung des Organisationshandbuchs durch das Heilpädagogische Zentrum im Intranet des Diözesan-Caritasverbandes hob Noppenberger eigens hervor. Er kritisierte den neuen vom bayrischen Kabinett verabschiedeten Gesetzesentwurf für ein neues Pflegequalitätsgesetz, welches ausschließlich unangemeldete Kontrollen in Heimen vorsieht. Er appellierte an die Politik, dies zu überarbeiten, da sonst allen Mitarbeitern im Voraus das Misstrauen ausgesprochen werde. Die Caritas plädiere sowohl für unangemeldete als auch angemeldete Kontrollen. Dies müsse im neuen Gesetz verankert werden.

Regierungsdirektor Hans Richter vom Landratsamt Lichtenfels und die 3. Bürgermeisterin der Stadt Lichtenfels, Monika Faber, würdigten in ihren Grußworten die Zertifizierung des Heilpädagogischen Zentrums als wegweisenden Schritt in die Zukunft. Dadurch würden Vergleichbarkeit der Einrichtungen und Transparenz für die Kunden erreicht.