22.8.2007

Wenn der Führerschein wegen Fahrens unter Alkohol verloren ging: Seminar der Caritas-Suchtberatung hilft Autofahrern

Eine Garantie gibt es natürlich nicht. Aber aus Erfahrung weiß Hans Lorenz, Leiter der Psychosozialen Beratungsstelle für Suchtkranke in Bamberg: „Wer an einem unserer Seminare für alkoholauffällige Kraftfahrer teilnimmt, hat eine größere Chance, die Medizinisch-Psychologische Untersuchung zu bestehen.“ Deshalb bietet die Suchtberatungsstelle der Caritas ab Ende September wieder einen solchen Kurs an.

Das Seminar der Caritas-Beratungsstelle wendet sich an Autofahrer und -fahrerinnen, die ihren Führerschein wegen Fahrens in alkoholisiertem Zustand verloren haben, aber der Meinung sind, kein wirkliches Alkoholproblem zu haben. Der Kurs vermittelt Wissen über die Wirkung von Alkohol und die Folgen von Alkoholmissbrauch, gerade im Straßenverkehr. Die Suchtberatungsstelle will die Teilnehmer aber auch dazu anleiten, ihre Trinkgewohnheiten zu überdenken und eine möglicherweise sich anbahnende oder bereits vorhandene Abhängigkeit zu erkennen. Wenn bereits ein negatives MPU-Gutachten vorliegt, werden die Hintergründe der ablehnenden Beurteilung analysiert.

Mit jedem Interessenten führt Hans Lorenz ein kurzes Vorgespräch. Es soll klären, ob für ihn die Teilnahme am Seminar wirklich sinnvoll und geeignet ist.

Das Seminar findet über zehn Wochen jeweils donnerstags von 19.00 bis 20.30 Uhr statt. Die Abende bauen inhaltlich aufeinander auf, so dass die Teilnahme am Seminar nur sinnvoll ist, wenn alle Termine wahrgenommen werden. Die Kosten betragen 350 Euro für Berufstätige, 150 Euro für Arbeitslose, Schüler, Auszubildende und Rentner, 120 Euro für Empfänger von ALG II oder Sozialgeld.

Anmeldung bei der Psychosozialen Beratungsstelle für Suchtkranke, Caritas-Beratungshaus Geyerswörth, Geyerswörthstr. 2, 96047 Bamberg, Tel. 0951/2 99 57-40, Fax 0951/2 99 57-84. Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Diplom-Sozialpädagoge Hans Lorenz.