4. April 2007

Elisabeths Wirken vorbildlich gegen soziale Kälte

Ausstellung über Caritas-Heilige auf Burg Pottenstein

Anlässlich der Ausstellungseröffnung „Krone, Brot und Rosen – 800 Jahre Elisabeth von Thüringen“ auf der Burg Pottenstein am Mittwoch, 4. April 2007, hob Erzbischof Ludwig Schick das Leben der heiligen Elisabeth für ein verantwortungsvolles Wirken der Menschen hervor und betonte vor allem Elisabeths Wertschätzung und Liebe gegenüber Not Leidenden: „Sie hat ihre Krone zu Brot für die Armen umgemünzt und ihnen Rosen geschenkt, die für Achtung und Wertschätzung stehen.“

Elisabeth stehe für Zuneigung zu allen Mitmenschen und Solidarität mit jedem Not Leidenden. Sie sei eine zeitlose Heilige und deshalb ein „so wichtiges und modernes Vorbild für heute.“ Ihr Leben könnte viele heutige Probleme unserer Gesellschaft lösen und die soziale Kälte vertreiben, unter der heute viele Menschen leiden. „Mein größter Wunsch für dieses Jubiläum zum 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth ist, dass jeder Einzelne ihr positives Wirken, ihre demütige und friedfertige Haltung erkennt und dass die Menschen heute sie als Vorbild nehmen und ihrem Beispiel folgen. So kann das Elisabethjahr ein Segen für uns werden.“

Schick wies dabei auf den Aufenthalt Elisabeths im Bistum Bamberg im Jahr 1228 hin. „Es wäre schön, wenn im Elisabethjahr die Bedeutung Bambergs, Pottensteins, des Bischofs Ekbert und unserer Gegend hier in Franken für das Leben und Wirken der heiligen Elisabeth in diesem Jubiläumsjahr mehr erkannt würde.“

Der Aufenthalt Elisabeths im Bistum Bamberg ist auf ihren Onkel, Bischof Ekbert von Bamberg, zurückzuführen. Nach dem Tod ihres Ehemannes Landgraf Ludwig und der Vertreibung von der Wartburg fand sie 1228 Zuflucht bei ihm. Auf der Burg Pottenstein hielt sie sich im Frühjahr 1228 zusammen mit ihren drei Kindern in völliger Zurückgezogenheit auf. In Bamberg wurden die entscheidenden Verhandlungen über die Rückgabe des so genannten Witwengutes an Elisabeth mit den Verwandten ihres verstorbenen Mannes Ludwig geführt. So bekam sie die Besitzungen in Marburg, wo sie ihre karitative Tätigkeit zum Höhepunkt führte und wo sie ihr Leben vollendete. „Ohne Bamberg wäre sie vielleicht nicht nach Marburg gekommen“, resümierte der Erzbischof, der in Marburg geboren ist.

Die Sonderausstellung „Krone, Brot und Rosen - 800 Jahre Elisabeth von Thüringen (1207-2007)“ ist ab Gründonnerstag, 5. April 2007, als neue Dauerausstellung auf der Burg Pottenstein zu sehen. Die Öffnungszeiten der Burg können unter der Telefonnummer 09 243 / 72 21 abgefragt werden.