28. September 2006

Wohnheim St. Elisabeth in Lichtenfels feierte sein 25-jähriges Bestehen mit einem Fußballturnier



Die Mannschaft der Nachbarn nahm die Leiterin des Heilpädagogischen Zentrums, Maria Wiehle, in die Mitte und feierte ihren 1. Platz.

Der Ball ist und rund und ein Spiel dauert nicht 90, sondern 20 Minuten. Nachdem die Firma Dicker aus Weismain die Fußballmannschaft des Wohnheim St. Elisabeth im Juli mit neuen Trikots ausgestattet hatte, konnten sie bei dessen erstem Fußballturnier endlich eingeweiht werden. Es fand zum 25jährigen Bestehen des Wohnheims für behinderte Erwachsene statt, das zum Heilpädagogischen Zentrum der Caritas in Lichtenfels gehört.

Gleich fünf Mannschaften kämpften bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel um den ersten Platz auf dem Fußballfeld. Doch nicht der Sieg stand im Vordergrund, sondern der Spaß am gemeinsamen Spiel. Robert Fiedler, Spielgruppenleiter im Landkreis Lichtenfels, pfiff als fachmännischer Schiedsrichter die Partien. Vor dem ersten Anstoß loste Glücksfee Virginia Williams von der Außenwohngruppe die Spielfolge aus.

„Auf geht's, Wohnheim, schießt ein Tor, schießt ein Tor, schießt ein Tooor!“. Lautstark angefeuert wurde die Mannschaft des Wohnheims Seßlach im ersten Spiel gegen die Nachbarn des Wohnheims St. Elisabeth. Doch trotz Fangesängen fiel kein Tor und das Spiel endete mit einem 0 : 0.

Im nächsten Spiel traf die Gastgebermannschaft des Wohnheims St. Elisabeth auf die Mannschaft der Tagesstätte St. Anna. Nach einem ausgeglichenen Spiel in der ersten Halbzeit überzeugte St. Elisabeth in der zweiten. Gleich nach Wiederanpfiff erzielte Thilo Stadelmann das 1 : 0 und setzte kurze Zeit später dank der Vorlage von Andi Kühnel mit einem Fernschuss noch eins drauf.

Tapfer bestritt die Seßlacher Mannschaft auch ihre nächste Partie. Gegen die Eltern und Betreuer von Bewohnern des Wohnheims St. Elisabeth hatte sie aber das Nachsehen. Mit 0 : 3 musste sie sich geschlagen geben.

Danach trafen die beiden benachbarten Mannschaften aus der Wittelsbacherstraße aufeinander. Wacker hielten sich die Roten vom Wohnheim gegen ihre ebenfalls in Rot spielenden Nachbarn. Hervorragend organisierte Libero Stadelmann die Abwehr von St. Elisabeth. Auch die beiden Tormänner Michael Trütschel und Florian Baar verteidigten eisern ihr Tor und hielten den einen oder anderen Ball. Die beiden Tore ihrer letztlich überlegenen Gegner konnten sie jedoch nicht verhindern. Mit 2 : 0 war das „Duell der Wittelsbacher“ für die Mannschaft der Nachbarn entschieden. Die Mannschaft der Tagesstätte St. Anna stieß zuletzt auf die Truppe der Eltern und Betreuer, die das Spiel mit 1 : 0 für sich entschieden.

Nach dem Punktestand konnte sich die Mannschaft des Wohnheims St. Elisabeth nun schon über Platz drei freuen. Im Finale stieß die Mannschaft der Eltern auf die Mannschaft der Nachbarn. Deren Spieler Christopher Bogdan und Stephan Müller schossen ihre Elf dann mit jeweils einem Treffer auf Platz eins.

Die vom Heilpädagogischen Zentrum gestifteten Pokale überreichte bei der Siegerehrung Thomas Geldner, Leiter des Wohnheims St. Elisabeth, gemeinsam mit Maria Wiehle, der Leiterin des Heilpädagogischen Zentrums. Doch eines war klar: Beim Fußballturnier des Wohnheim St. Elisabeth waren alle Mannschaften die Sieger der Herzen!