18. September 2006

Ein Herzstück von Altenkunstadt

Kreuzberg-Kindertagesstätte der Caritas feierte ihr 30-jähriges Bestehen


Zu Beginn des Gottesdienstes ließ sich Weihbischof Werner Radspieler von den Kindern die Symbole der vier Gruppen bringen: die gelbe Giraffe, das grüne Krokodil, den blauen Wal und den roten Dinosaurier

„… und Wellen.“ Mit tatkräftiger Unterstützung der Kinder legte Weihbischof Werner Radspieler beim 30-jährigen Jubiläum der Kreuzberg-Kindertagesstätte der Caritas in Altenkunstadt das Evangelium von der Stillung des Seesturms aus. Die vorwitzigen „Ergänzungen“ brachten ihn keineswegs aus dem Konzept; geschickt baute er sie auch in den weiteren Gottesdienst ein, den Kinder, Erzieherinnen und Festgäste bei strahlendem Sonnenschein im Freien feierten.

„Gott hat mich geschaffen, weil er mich wollte, und das bedeutet, er hat mich lieb.“ Diese Überzeugung stellte der Weihbischof in den Mittelpunkt seiner Predigt. Wie Gott sich um die Menschen kümmere, bringe Jesus durch die Sturmstillung zum Ausdruck.

Der Kreuzberg-Kindergarten wurde 1976 als kommunaler Kindergarten mit drei Gruppen erbaut, 1993 um eine vierte Gruppe erweitert. 2004 übernahm der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg die Betriebsträgerschaft, der Kindergarten wurde eine Abteilung des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) der Caritas in Lichtenfels.

Dass dieser Wechsel nur positive Wirkungen hat, darin waren sich alter und neuer Träger einig. Altenkunstadts 1. Bürgermeister Georg Vonbrunn strich die „kompetente Unterstützung“ heraus, mit der der Diözesan-Caritasverband den Kreuzberg-Kindergarten im steten Wandel der Kindergarten-Arbeit begleite. Gleichwohl bleibe der Kindergarten „ein Herzstück der Gemeinde“.

Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein lobte die kluge Entscheidung der Gemeinde, den Kindergarten der Caritas zu übergeben, da er dadurch von der Fachberatung des Diözesan-Caritasverbandes profitiere und die Erzieherinnen in das Team des HPZ eingebunden seien. Öhlein dankte den Mitarbeiterinnen für ihre hohe Motivation, auch bei der Überführung der Kindertagesstätte an den neuen Träger. Ebenso zollte Hildegard Thoma, Fachberaterin beim Diözesan-Caritasverband, den Erzieherinnen Lob: „Qualität lebt von den Menschen.“ Öhlein wandte sich aber auch an die Kinder: „Ohne euch hätten wir heute keinen Grund zu feiern.“

Grußworte sprachen auch Vize-Landrat Peter Riedel und Landtagsabgeordnete Christa Steiger. Ein „Vater unser“, in Kreuzform in Wachs gegossen, überreichte Josef Schießl für den Katholischen Männerverein Casino. „Sie haben alle übertroffen“, bescheinigte HPZ-Leiterin Maria Wiehle am Ende jedoch der Elternbeiratsvorsitzenden Stefanie Gutsch. Sie übergab als Spende des Elternbeirats 1000 Euro.