14. September 2006

Caritas-Sammlung machte im Frühjahr wieder Boden wett

Herbstsammlung steht in der letzten Septemberwoche an

Die Caritas-Sammlung im Frühjahr 2006 hat 839.515 Euro erlöst. Sie lag damit deutlich über der Frühjahrssammlung 2005 mit 826.500 Euro. Die nächste Caritas-Sammlung findet vom 24. September bis 1. Oktober 2006 statt.

Aufgrund des Tsunami an Weihnachten 2004, der eine enorme Spendenbereitschaft ausgelöst hatte, war der Erlös der Caritas-Frühjahrssammlung 2005 wenige Wochen später um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das Plus von 1,5 %, das in diesem Frühjahr erzielt wurde, bedeutet demnach, dass sich die Sammlung als wichtigste Spendenquelle der Caritas wieder erholt hat. Das Rekordergebnis von Frühjahr 2004 mit fast 858.000 Euro konnte aber noch nicht wieder eingestellt werden.

Das Ergebnis dieses Frühjahrs verteilt sich wie folgt: Die Hauslistensammlung, bei der ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von Tür zu Tür gehen, erbrachte 722.835 Euro. Bei der Gottesdienstkollekte am 12. März 2006 spendeten die Gläubigen 101.112 Euro. Auf die Straßensammlung, z.B. in Fußgängerzonen, entfielen 15.568 Euro.

Die weitaus meisten Spenden erhält die Caritas bei den Sammlungen

Die beiden Caritas-Sammlungen im Frühjahr und Herbst jeden Jahres sind für die Caritas nach wie vor die wichtigste Quelle frei verfügbarer Finanzmittel. So kamen 2005 bei den Hauslisten- und Straßensammlungen fast 1,5 Millionen Euro zusammen. Noch einmal knapp 200.000 Euro erbrachten die Gottesdienstkollekten an den Caritas-Sonntagen, die jeweils die Sammlungswoche eröffnen. Auf anderen Wegen erhielt der Diözesan-Caritasverband lediglich 67.000 Euro für soziale Zwecke im Inland und gut 60.000 Euro für Auslandshilfe.

Diese Zahlen belegen auch die Bedeutung des Bayerischen Sammlungsgesetzes, dessen Abschaffung die Landesregierung in den vergangenen Monaten erwogen hat. Das Sammlungsgesetz bestimmt, dass die Straßen- und Haussammlungen der Wohlfahrtsverbände genehmigt sein müssen; die Termine werden vom Freistaat festgelegt. Die Sammlerinnen und Sammler müssen einen Sammelausweis mit sich führen und auf Verlangen vorzeigen, und die Caritas ist verpflichtet, eine Abrechnung vorlegen. Das Sammlungsgesetz sorgt so für die Seriosität der Haus- und Straßensammlungen und dient in erster Linie dem Schutz des Verbrauchers. Die Ersparnis an Bürokratie, die durch den Wegfall der Genehmigungspflicht erreicht würde, wäre minimal. Dagegen erhielten Betrüger, die sich als Caritas-Sammler ausgeben, leichtes Spiel. Deshalb tritt die Caritas für den Erhalt des Sammlungsgesetzes ein.

Vom Ertrag der Sammlung erhalten in der Erzdiözese Bamberg die Pfarreien 40 Prozent für ihre eigenen sozial-karitativen Aufgaben. Je 30 Prozent gehen an den Diözesan-Caritasverband und an die Stadt- und Kreis-Caritasverbände zur Finanzierung von Diensten und Angeboten, die stark auf Eigenmittel angewiesen sind. Der Erlös der Caritas-Sammlung wird ausschließlich für soziale Zwecke verwendet.

Die Familie steht im Mittelpunkt der Caritas-Herbstsammlung 2006

Die bevorstehende Herbstsammlung findet vom 25. September bis 1. Oktober statt. Bereits am 24. September wird in den Gottesdiensten dieses Sonntags sowie in den Vorabendgottesdiensten bei der Kollekte die Spende der Gläubigen für die Caritas erbeten. Bei der Caritas-Herbstsammlung 2006 konkretisiert die Caritas im Erzbistum Bamberg das allgemeine Sammlungsmotto „Not sehen und handeln. Caritas“ mit dem thematischen Schwerpunkt „Familie: Vom Schatten ins Licht“.