1. September 2006

Der Papstwein auf Erfolgskurs

Caritasverband Scheinfeld und Landkreis Neustadt/ Aisch erhält 5.000 Euro aus dem Verkauf von 10.000 Bocksbeuteln


Ein Prosit auf den Erfolg: Getränkehändler Klaus Hilf (Mitte) stößt mit der Vorsitzenden Barbara Lendlein und dem Geschäftsführer Gerhard Behr-Rößler vom Caritasverband für Scheinfeld und den Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim auf 5.000 Euro Erlös zugunsten sozialer Einrichtungen an.


Den Papstwein gibt es jetzt auch im kleinen Bocksbeutel mit 0,25 l Bacchus.

10.000 verkaufte Flaschen des Papstweines – die Erfolgesgeschichte aus der fränkischen Weinlage „Bullenheimer Paradies“ hält an. Möglich machen sie der Getränkehändler Klaus Hilf, der Caritasverband Scheinfeld und Landkreis Neustadt/Aisch, die Wirtschaftsförderung im Landkreis Neustadt/Aisch und der Tourismusverband Steigerwald. 50 Cent pro verkauftem Bocksbeutel gehen an den Caritasverband. Seit der Markteinführung des Frankenweins mit dem Papstbild im Dezember vergangenen Jahres sind auf diese Weise 5.000 Euro für die Caritas zusammengekommen.

Finanziert werden damit primär die armutsorientierten Dienste des Caritasverbandes sowie der Bereich Ehrenamt, Selbsthilfe und Freiwilligendienste. So kommt das Geld der Allgemeinen Sozialen Beratung, der Wärmestube, Kleiderkammer, Möbelbörse und der Essensausgabe „Aischgründer Tafel“ zugute. Ebenfalls unterstützt werden das Freiwilligenzentrum „mach mit!“, das bundesweit bekannte Projekt „Freiwilliges Soziales Schuljahr“ und die Beratungsstelle „Freiwilligendienste für Jugendliche im In- und Ausland“.

„Alternative Finanzierungskonzepte werden in Zeiten des Rückgangs staatlicher Zuschüsse immer wichtiger“ betont Gerhard Behr-Rößler, Geschäftsführer des Caritasverbandes Scheinfeld und Landkreis Neustadt/ Aisch. Die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Tourismus stellt für den Caritasverband Scheinfeld und Landkreis Neustadt/ Aisch ein Novum dar. „Das professionelle Marketing einschließlich der Öffentlichkeitsarbeit seitens der beteiligten Partner ist eine große Hilfe“, schildert Behr- Rößler seine positive Erfahrungen. Der Getränkehändler Klaus Hilf legte den Grundstein für den Erfolgskurs des Papstweines aus dem „Paradies“. „Als mein Freund Frank Schmitt, Winzer, seinem Sohn Lukas Johannes Benedikt zu seinem Geburtstag einen Wein widmete, hatte ich gleich die Idee, einen Papstwein auf den Markt zu bringen,“ erinnert er sich. Der Sohn seines Freundes hat nicht nur den Namen, sondern auch den Geburtstag mit Papst Benedikt gemein. So lag es nahe, einen Wein mit dem Konterfei des Papstes zu schmücken und ihm den Namen Papstwein zu geben. Von Anfang an war klar, dass man mit ihm auch einen guten Zweck verfolgt wollte. Dank der guten Beziehungen des Franziskaners Leo Beck aus dem Kloster Schwarzenberg in Scheinfeld, der zur Zeit im Vatikan tätig ist, erhielt man die Genehmigung für das Papstbild.

Seither legen die Firma Hilf, der Caritasverband, die Wirtschaftsförderung im Landkreis und der Tourismusverband mit Unterstützung der Aktivsenioren gemeinsam Hand an. Verkauft wurde der gute Tropfen bislang hauptsächlich in Bayern. Zu erwerben ist er in rund 100 Getränkemärkten, Einrichtungen der Caritas oder über das Internet. Aus Schweden, den USA und Neuseeland kam auch schon die ein oder andere Bestellung. In Rothenburg ist der Papstwein als Mitbringsel besonders bei japanischen Touristen beliebt. Mit Verkaufstellen in Regensburg steht Klaus Hilf momentan in Kontakt im Hinblick auf den kommenden Papstbesuch.

Der Papstwein ist als Bacchus, Rotling und Portugieser im 0,75 l Bocksbeutel erhältlich. Seit neuestem gibt es den Bacchus auch als 0,25 l Bocksbeutel. Eine Adressliste der Bezugsquellen und weitere Informationen stellt die Homepage www.papst-benedikt-wein.de bereit.