16. Oktober 2006

Caritas-Sozialstation Hollfeld-Waischenfeld feierte 25-jahriges Bestehen


Festgäste und geehrte Mitarbeiterinnen beim Jubiläum der Caritas-Sozialstation Hollfeld-Waischenfeld: Stationsleiterin Gabi Nerlich und ihre Mitarbeiterinnen Karin Feulner, Roswitha Grom, Walburga Bauernschmitt und Heidimaire Seidler (vordere Reihe von links), Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein, Bürgermeisterin Karin Barwisch, Bayreuths Caritas-Geschäftsführer Hermann Hinterstößer, Pfarrer Bernhard Simon und Landrat Dr. Klaus- Günter Dietel Foto: Katharina Schmieder

Auf 25 Jahre qualifizierte und warmherzige Pflege zum Wohle alter, kranker und pflegebedürftiger Menschen blickte die Caritas-Sozialstation Hollfeld-Waischenfeld mit zahlreichen Gästen aus Kirche und Politik zurück.

„Als Christen tragen wir die Hoffnung und den Glauben der Auferstehung und der nie endenden Liebe Gottes in uns. Wer an die Auferstehung glaubt und diese Hoffnung selbst ausstrahlt und weitergibt, begegnet Kranken, Alten und Sterbenden anders: Nämlich mit Würde auch in den schwersten Situationen“ unterstrich der ehemalige Diözesan- Caritasdirektor und jetzige Pfarrer von Hollfeld, Bernhard Simon, in seiner Predigt. Zusammen mit den Pfarrern Thomas Oehmke und Wolfgang Dettenthaler zelebrierte er den Festgottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Dass das Motto der Caritas-Sozialstation „Pflege mit Herz und Verstand“ mit viel Liebe und hoher fachlicher Kompetenz bei den pflegebedürftigen Menschen zu Hause tag-täglich umgesetzt wird, zeigte die Präsentation über die Sozialstation in Hollfeld von Gabi Nerlich, Pflegedienstleiterin. Im geschichtlichen Rückblick ließ sie die vergangenen Jahre Revue passieren. Auf die von Schwester Columba Geitner aus Waischenfeld geschaffenen Strukturen in der Gemeindekrankenpflege konnte die im Oktober 1981 gegründete Sozialstation mit vier Mitarbeitern aufbauen. Nach zwei Umzügen, der zeitweiligen Übernahme der Kurzzeitpflege und dem Anwachsen der Mitarbeiterschaft befindet sich die Sozialstation seit Juli 1998 im neuen Haus am Graben 2b. Alle Pflegekräfte nahmen vier Jahre an einem ambulanten geronto-psychiatrischen Modellprojekt in Bayreuth teil. Unterstützung erfährt die Sozialstation seit 20 Jahren von den tatkräftigen Frauen des Helferkreises.

Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein würdigte den Einsatz der Mitarbeiter der Sozialstation. Kritisch verwies er auf die immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen: „Die Bürokratie nimmt überhand. Die aufgebrachte Zeit könnte sinnvoller für die Betreuung und Pflege der Patienten eingesetzt werden.“ Trotzdem betreut die Caritas-Sozialstation auch Schwerstkranke und Sterbende und bietet für Angehörige Kurse in Kranken- und Altenpflege an.

Landrat Dr. Klaus- Günter Dietel schloss sich der Kritik Öhleins an und plädierte für einen Bürokratieabbau im sozialen Bereich. Dem Wettbewerb wie auch Gesetzesänderungen und Reformen sieht er mit großer Sorge entgegen: „Auch die Politik muss sich stets selbst hinterfragen. Man muss nicht ständig modernisieren, sondern auch auf Bewährtes aufbauen.“ Sein Dank galt den Mitarbeitern der Sozialstation. „Mit ihrer menschlichen Zuwendung sind sie der Lichtpunkt im Leben vieler Menschen, die gepflegt werden.“

Im Rahmen des Festaktes ehrten Hermann Hinterstößer, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Bayreuth, und Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein langjährige Mitarbeiterinnen der Sozialstation. Die goldene Ehrennadel der Caritas erhielten Gabi Nerlich, die seit der Gründung der Sozialstation die Leitung inne hat, und Karin Feulner, die seit 1981 die Sozialstation als Verwaltungskraft unterstützt. 20 Jahre sind bei der Sozialstation Heidimarie Seidler, Walburga Bauernschmitt und Roswitha Grom beschäftigt. Sie wurden mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.