6. Oktober 2006

Oberfrankenstiftung zeichnet Bamberger Vinzenzverein aus


Für den Vinzenzverein Bamberg nahmen dessen Vorsitzender Wilhelm Dorsch und seine Frau Michaela Revelant den Sozialpreis aus den Händen von Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler und Regierungspräsident Hans Angerer (von links) entgegen.

Der Vinzenzverein Bamberg hat den Sozialpreis der Oberfrankenstiftung erhalten. Er teilt sich die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung mit dem Integrationsprojekt für Aussiedlerkinder in Oberfranken der djo-Deutsche Jugend in Europa.

Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler würdigte bei der Preisverleihung am gestrigen Donnerstag in Kloster Banz die Arbeit des Vinzenzvereins als „uneigennützige und unauffällige Tätigkeit für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind“. Seit 16 Jahren gibt der Verein in Bamberg jeden Mittwoch und Samstag an bedürftige Bürger Lebensmittel und Kleidung zum symbolischen Preis von 1 Euro aus. Denzler betonte in seiner Laudatio, dass „nicht nur Randgruppen“ zum Vinzenzverein kämen. Vermehrten nähmen alte und kranke Menschen, Alleinerziehende und Arbeitslose das Angebot in Anspruch: „Mancher kann sich schon nicht einmal mehr den symbolischen Euro leisten.“

Denzler bezeichnete das Engagement, bei dem rund 30 Freiwillige wöchentlich 7000 Arbeitsstunden erbringen, als „nicht selbstverständlich“. Der Vorsitzende Wilhelm Dorsch und seine Frau Michaela Revelant, die die Lebensmittelausgabe organisieren, leisteten ehrenamtlich einen „Full-Time-Job“. Denzler dankte auch den Geschäften, die den Vinzenzverein durch Sachspenden unterstützen. Ehrenamtliche wie Spender „geben den Gedanken der Nächstenliebe weiter.“

Die Vinzenzvereine sind ein Fachverband der Caritas.