16. November 2006

„Gemeinsam sind wir stark“

Erstmalig gemeinsame Fortbildung der Sozialstationen der Bamberger Wohlfahrtsverbände als Auftakt für intensive Zusammenarbeit

Eine gemeinsame Fortbildung bildete den Auftakt zu einer intensiven Zusammenarbeit der Sozialstationen der Bamberger Wohlfahrtsverbände: Am 15. November trafen sich erstmalig über 50 Mitarbeiter aus der ambulanten Pflege der AWO, des BRK, der Caritas und der Diakonie in der Hospizakademie, um gemeinsam mehr über das Thema „Begleitung von Sterbenden“ zu erfahren.

„Gut versorgt zu Hause“ haben sich die Sozialstationen gemeinsam auf das Banner geschrieben und möchten nun durch eine noch engere Zusammenarbeit und Vernetzung ihren Patienten ein Plus an Pflege und Sicherheit geben. „Es geht uns nicht nur darum, uns zum Beispiel auf Messen wie  der Frankenlandausstellung mit einem Gemeinschaftsstand zu präsentieren“, so Annette Söder von der Caritas-Sozialstation Bamberg-Ost. Die jeweils vorhandenen Ressourcen sollen in der Praxis intensiver genutzt werden, um noch kundenfreundlicher arbeiten zu können. So wird zum Beispiel die „Rund-um-die-Uhr“-Betreuung möglich, die bereits seit Januar 2002 schon gemeinsam durchgeführt wird. „Dabei stehen unsere jeweiligen Träger voll hinter uns“, berichtet Norbert Kriegsmann, Leiter der Bamberger Sozialstation des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim. „Schließlich gibt es eine große gemeinsame Basis der Wohlfahrtsverbände: der soziale Gedanke steht im Vordergrund.“ Ziel sei im Vergleich zu privaten Anbietern nicht die Gewinnmaximierung, da durch die übergeordneten großen Verbände den Sozialstationen der Rücken gestärkt würde. Ein weiteres gemeinsames Plus: das Potenzial an Ehrenamtlichen, vielen Beratungsstellen, Besuchsdiensten, usw. der Wohlfahrtsverbände, die die Angebote der einzelnen Sozialstationen ergänzen. Bei der Zusammenarbeit solle jedoch das jeweils eigene Profil erhalten bleiben, der Erfahrungsschatz aller Sozialstationen aber auch allen zur Verfügung stehen.

Als weitere zukünftige Ziele stehen zudem gemeinsame Angebote für Mitarbeiter, wie zum Beispiel Kurse für das Erlernen von Entspannungstechniken, oder das Erarbeiten einer gemeinsamen Sprache mit den stationären Einrichtungen im Bereich der Überleitungspflege an. Mit der ersten gemeinsamen Fortbildung, der noch weitere folgen werden, setzen die Bamberger Sozialstationen der Wohlfahrtsverbände ein eindeutiges Signal für die Zukunft: „Gemeinsam sind wir stark“.