1. März 2006

Erzbischof feierte Walburgisfest im Caritas-Alten- und Pflegeheim mit


Der Vortrag der beiden Hausbewohnerinnen Theresia Müller und Theresia Sterzl. Der ehemalige Diözesan-Caritasdirektor Prälat Walter Schirmer und Erzbischof Dr. Ludwig Schick hören ihren Worten über die heilige Walburga interessiert zu.

Erzbischof Dr. Ludwig Schick feierte am Samstag zusammen mit Bewohnern, Mitarbeitern und Besuchern des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Walburga in Bamberg das Patrozinium des Hauses.

Der Namenstag der heiligen Walburga begann am frühen Morgen mit einer Eucharistiefeier in der Hauskapelle, die der Erzbischof zusammen mit dem früheren Diözesan-Caritasdirektor Prälat Walter Schirner und Pfarrer Max Larsch zelebrierte. Im Gottesdienst wurde eine von Hausbewohnerinnen gestiftete Kerze mit dem Konterfei der Heiligen Walburga festlich geweiht. Die Kerze ist von Benediktinerinnen des Klosters Maria Frieden in Kirchschletten kunstvoll gestaltet.

In seiner Predigt ging Erzbischof Dr. Schick auf die charismatische Persönlichkeit der im 8. Jahrhundert unermüdlich wirkenden Missionarin, Nonne und späteren Vorsteherin des Benediktinerklosters von Heidenheim ein. Er würdigte ihre fürsorglichen und karitativen Eigenschaften. „Als Anwältin und Beschützerin stand sie den jungen und alten Menschen zur Seite. Sie hat anderen ihr Ohr geschenkt für ihre Sorgen und Nöte. Durch ihre Ratschläge hat sie Wege aufgezeigt und geholfen. Ihr Handeln gilt als Beispiel und Vorbild für alle in der heutigen Zeit“, betonte Schick. Ebenso verwies er auf ihr Geschick, Frieden zu stiften und Frieden zu wahren: „Friede ist das wichtigste Gut neben Nahrung und Kleidung. Der innere Friede ist Voraussetzung für den Frieden mit anderen.“

Theresia Müller und Theresia Sterzl, Bewohnerinnen des Walburgaheimes, stellten anschließend in einem Zwiegespräch nochmals die Wohltaten der Heiligen Walburga heraus und übertrugen ihr Wirken als Vorbild auf das Handeln im Heimalltag.

Zur Feier des Tages erhielt jede Station des Alten- und Pflegeheims ein kleines Fläschchen Walburgisöl aus Eichstätt. Dort sind die Gebeine der Heiligen Walburga in der Gruft der Benediktinerinnen beigesetzt. Auf ihrem Grab zeigen sich zu bestimmten Zeiten ölähnliche Tropfen, denen heilende Kräfte zugeschrieben werden.