31. Juli 2006

Die ersten 14 Pflegerinnen erhielten ihre Zertifikate

Fortbildung der Caritas will neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Pflegepraxis einführen


14 Kursteilnehmerinnen konnten stolz ihr Zertifikat präsentieren, das sie von Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein und Referentin Eva Linke (2. u. 3. von links) erhalten hatten.

14 Pflegekräfte erhielten am Freitagnachmittag im Bamberger Montanahaus ihre Zertifikate aus der Hand von Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein. Sie hatten an der Fortbildung „Nationale Expertenstandards und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Pflegepraxis einführen“ teilgenommen, deren erster Kurs am gleichen Tag mit dem letzten von neun Seminartagen endete.

Die 14 Teilnehmerinnen des ersten Kurses kommen aus Caritas-Alten- und Pflegeheimen in Burgkunstadt, Coburg, Hallstadt, Hof, Nürnberg und Scheinfeld sowie einem Haus der Diakonie in Forchheim. Als Schwerpunkt ihres Kurses wählten sie den nationalen Expertenstandard Sturzprophylaxe. Dabei geht es um wirksame Maßnahmen, um Stürze von pflegebedürftigen Menschen im Altenheim oder zu Hause zu vermeiden oder die Folgeschäden von Stürzen möglichst gering zu halten.

Die Fortbildung „ist zum Wohl der Pflegebedürftigen; das ist der wichtigste Punkt“, betonte Bambergs kommissarischer Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein bei der Verleihung der Urkunden. Dass pflegebedürftige Menschen nach den neuesten Erkenntnissen gepflegt werden, ist das Ziel der Kursreihe, die der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und der Landes-Caritasverband Bayern gemeinsam durchführen. Charakteristisch für die Fortbildung ist, dass sie nicht nur Theorie bietet, sondern auch praktische Einheiten in den Pflegeeinrichtungen umfasst. Die Referentin Eva Linke – sie ist Krankenschwester und Fachkraft für Qualitätsmanagement und führt freiberuflich Fortbildungen durch – besucht die Kursteilnehmer zudem an ihrem Arbeitsplatz und bietet eine telefonische Beratung an. Dadurch erhoffen sich die Veranstalter einen stärkeren Effekt der Fortbildung. Denn die Kursteilnehmer sollen auch die Fähigkeit erwerben, weitere Innovationen in ihren Pflegeeinrichtungen einzuführen. „Dieses Bildungsangebot ist ein wichtiger Schritt, die Qualität der Pflege zu sichern und unsere Pflegeeinrichtungen weiterzuentwickeln“, unterstrich Öhlein. „Wir brauchen gut ausgebildete und engagierte Pflegekräfte. Denn nur wenn die Heimbewohner sich gut versorgt wissen und wohlfühlen, können wir den guten Ruf der Caritas-Alten- und Pflegeheime erhalten.“

Die Fortbildung richtet sich an alle Pflegenden mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung. Der Diözesan-Caritasverband Bamberg führt insgesamt vier Kurse durch, deren neun Seminartage sich jeweils über zehn Monate verteilen. Der zweite Kurs endet im Dezember; die beiden anderen Kurse starten im September 2006 bzw. im Januar 2007. Die Kursreihe wird zu einem großen Teil von der Europäischen Union über ihren Sozialfonds finanziert. Um die Qualität der Fortbildung auch für die Zukunft sicherzustellen, wird sie von der Katholischen Stiftungsfachhochschule München wissenschaftlich begleitet.