26. Juli 2006

Endlich genug Platz für alle Gruppen

Diözesan-Caritasverband feierte die Einweihung der erweiterten Tagesstätte St. Anna in Lichtenfels


Einer der neu gestalteten Fachräume



Die neuen Räume segnete der Finanzdirektor des Erzbischöflichen Ordinariats Bamberg, Domdekan Prälat Herbert Hauf (M.), begleitet von Thomas Geldner, dem Leiter des Wohnheims St. Elisabeth, und Diözesan- Caritasdirektor Gerhard Öhlein (v. li.).


Architekt Martin Herrmann (3. v. li.) übergab symbolisch die Schlüssel der umgebauten Tagesstätte an (v. li.) Maria Wiehle, die Leiterin des Heilpädagogischen Zentrums, Frau Proschwitz, die Leiterin der Tagesstätte St. Anna, und Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein.

„Komm bau ein Haus, das uns beschützt! Lad viele Kinder ein ins Haus!“, lautete das Eingangslied des Gottesdienstes zur Einweihung der umgebauten und erweiterten Tagesstätte St. Anna des Heilpädagogischen Zentrums der Caritas. Die seit Jahren immer größer werdenden Raumprobleme der teilstationären Einrichtung für geistig und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche in Lichtenfels haben nun ein Ende. Den Besuchern und Besucherinnen der Tagesstätte steht nun ein ganzer Stock mehr zur Verfügung.

„Im Mai vergangenen Jahres hat der Umbau und die Erweiterung begonnen. Dank der großzügigen Unterstützung seitens der Regierung von Oberfranken konnten die Baumaßnahmen von Anfang an sehr zügig durchgeführt werden“, betonte Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein in seiner Ansprache. Aus dem Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ bezuschusste die Regierung von Oberfranken die Baukosten von 1,41 Millionen Euro mit 1,016 Millionen Euro. Die Aktion Mensch übernimmt 142.000 Euro. Den Restbetrag trägt der Diözesan-Caritasverband aus Eigenmitteln.

„Die Planungsphase ging schon im Juli 2001 los. Zunächst war angedacht, das bestehende Gebäude zu erweitern, was allerdings nur auf Kosten des gesamten Außenbereiches möglich gewesen wäre. Mit der Entscheidung die eingeschossige Tagesstätte um eine Etage aufzustocken, konnte dieses Problem elegant gelöst werden und die Flachdachsanierung gleich mit“, rekapitulierte Gerhard Öhlein.

Im Rahmen eines Gottesdienstes segnete Domdekan Prälat Herbert Hauf die Kreuze und neuen Räume der Tagesstätte St. Anna. In seiner Predigt verwies er darauf, wie wichtig es sei, für andere Menschen da zu sein, die der Hilfe bedürfen.

Die für 65 Kinder geplante Tagesstätte hatte schon seit einigen Jahren mit Platzmangel und fehlenden Räumlichkeiten zu kämpfen. Mittlerweile werden in der Einrichtung 105 geistig und mehrfach behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in neun Gruppen ganzheitlich gefördert. Dabei stehen die Entwicklung der Persönlichkeit, die Hinführung zu größtmöglicher Selbständigkeit und die Integration in die soziale Umwelt im Mittelpunkt der medizinischen und pädagogischen Arbeit.

Dass sich die Mühe und Anstrengung – besonders für die Kinder und Jugendlichen – während der Bauzeit gelohnt hat, zeigen die in frischen Farben gestalteten neuen Räume. Auf dem zusätzlichen Stockwerk befinden sich die Fachräume für Logopädie, Ergo-, Heil- und Physiotherapie und Sozialpädagogik, ein Gruppenraum, Verwaltungsräume und sanitäre Anlagen. Platz zum Spielen, Basteln und Toben haben die Kinder und Jugendlichen jetzt im gesamten Erdgeschoss. Dank der Erweiterung hat jede Gruppe ihren eigenen Gruppenraum. „Die Umbaumaßnahme ist Basis für eine weiterhin qualitativ hochwertige Arbeit“, sagte Achim Liesaus, Leiter des Kreisjugendamts.

Bei der Einweihung bedankte sich Maria Wiehle, Leiterin des Heilpädagogischen Zentrum, besonders bei Peter Wambach, dem Rektor der Maximilian-Kolbe-Schule. Während des Umbaud konnte die Tagesstätte die Räume der angrenzenden Schule zur individuellen Lebensbewältigung mitbenutzen.

Umrahmt wurde das Festprogramm auf dem Außengelände der Tagesstätte von der Band der Tagestätte St. Anna unter der Leitung von Emanuel Büttner. Mit seiner Truppe hatte er extra zur Einweihungsfeier den „Neubaublues“ komponiert.