27. Januar 2006

Grosszügige Spende

Projekt „Teilzeitausbildung für junge Mütter“ wurde bei Dienstjubiläum bedacht


Klaus Fischer (2. v. links) nutzte sein Dienstjubiläum für einen guten Zweck und konnte am Ende 400 Euro an Christiane Alter vom Projekt „Teilzeitausbildung für junge Mütter“, Martina Nowak von der Katholischen Schwangerenberatungsstelle in Bamberg und Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon (von links) übergeben.

400 Euro hat Klaus H. Fischer Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon für das Projekt „Teilzeitausbildung für junge Mütter“ überreicht. Der Diplom-Ingenieur aus Gundelsheim hatte zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum bei der Siemens AG in Erlangen von den Kollegen anstelle von Geschenken Spenden erbeten. Dabei waren für zwei Projekte jeweils 252,50 Euro zusammengekommen, die Fischer aus der eigenen Tasche aufstockte.

Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon würdigte die Spende als nicht selbstverständlich und als ein besonderes Signal. Für die Finanzierung des Projekts, die gegenwärtig nur bis Ende Februar gesichert sei, stelle der Betrag einen wichtigen Baustein dar.

Das Projekt will jungen Müttern aus dem Raum Bamberg und Forchheim ermöglichen, ihre Ausbildung zu Ende zu bringen oder überhaupt eine reguläre Lehrstelle anzutreten. Es wendet sich an Frauen, die jünger als 25 Jahre sind und ein oder mehrere Kinder haben, über einen Schulabschluss verfügen, aber keine abgeschlossene Berufsausbildung besitzen. Die Frauen besuchen die Berufsschule in Vollzeit und arbeiten im Ausbildungsbetrieb etwa fünfeinhalb Stunden täglich. Das Projekt bietet den Müttern zudem ein Netzwerk von Kinderbetreuung an, damit sie, wenn ihr Kind erkrankt oder der reguläre Babysitter ausfällt, ihre Fehlzeiten möglichst niedrig halten können. Das Bamberg-Forchheimer Projekt ist einmalig in Bayern, weil es sich nicht nur an Sozialhilfeempfängerinnen wendet. Es wird bisher aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziell gefördert.

Die Diplom-Pädagogin Christiane Alter, die das Projekt betreut, konnte bislang fünf Frauen in eine Teilzeitausbildung vermitteln, vor allem bei Selbständigen aus dem Mittelstand wie einem Rechtsanwalt, einer Zahnärztin und einem Friseur. 40 weitere junge Mütter sind an einer solchen Ausbildung interessiert.

Das Projekt wird getragen vom Arbeitskreis „Teilzeitausbildung für junge Mütter“, der 2002 aus dem Bischofsprojekt „Die Leben die Hand reichen“ hervorgegangen ist. Diesem Arbeitskreis gehörte in der Anfangsphase auch Klaus Fischer an, da er sich bei der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung ehrenamtlich für junge Familien engagierte. Die Idee zu der Teilzeitausbildung hat die Katholische Schwangerenberatungsstelle angestoßen.

Weitere Informationen zur Teilzeitausbildung für junge Mütter erteilt Christiane Alter, Tel.: (09543) 44 05 92, E-Mail: christiane.alter@web.de.