26. Januar 2006

Karitatives Handeln als Kernpunkt der christlichen Botschaft deutlich gemacht

Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick würdigt Papstenzyklika als „gut und wichtig“

Bamberg. (bbk) Der Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick hat in einer Stellungnahme die erste Enzyklika von Papst Benedikt XVI. „Deus Caritas est“ als „gut und wichtig“ gewürdigt. Der Papst habe mit seinem Lehrschreiben verdeutlicht, „dass es der Kirche zuallererst um die Liebe geht“, so der Erzbischof. In dieser klaren Schwerpunktsetzung veranschauliche die Enzyklika eindrucksvoll das Zentrum des christlichen Glaubens und formuliere klar den tieferen Sinn und die Notwendigkeit des karitativen Handelns.

Angesichts einer zunehmenden Unkenntnis über Wesen und Grundauftrag der Kirche sieht der Bamberger Erzbischof in der Enzyklika eine deutliche Botschaft in die Gesellschaft aber auch in die Kirche hinein: „Liebe ist das zentrale Schlüsselwort des Christentums, des Christ Seins und der Kirche. Die Liebe Gottes ist der Ursprung aller Schöpfung, vor allem jedes Menschen, der eigentliche Inhalt der Verkündigung und das wichtigste und alles entscheidende Gebot Gottes“. Es sei das Anliegen des Papstes, diesen Kernpunkt deutlich zu machen. Durch die Enzyklika werde die christliche Botschaft auch in der modernen Welt wieder stärker Gehör finden: „Denn die Sehnsucht nach echter, wahrer Liebe, die dem Leben Sinn gibt, dem Einzelnen gut tut und sich im menschlichen Miteinander auswirkt, ist weit verbreitet.“

Die Liebe überwinde Armut und Krankheit, Krieg und Terror, soziale Kälte und Ausgrenzung.

Erzbischof Dr. Schick ist dankbar, dass das Lehrschreiben deutlich mache, welche Quelle und welche Bedeutung die Liebe habe. Einer feststellbaren Banalisierung und Aufweichung des Liebesbegriffes habe der Papst einfühlsam, aber unmissverständlich das christliche Verständnis von Liebe entgegengesetzt. Der Hinweis auf die Liebe Gottes zu jedem Menschen rücke aber auch die Forderung nach Nächstenliebe ins Bewusstsein. Dies gelte zuallererst für die Kirche selbst, für die, neben der Verkündigung des Evangeliums und der Liturgie, die Caritas (Liebe) eine Hauptaufgabe sei. Das Erzbistum Bamberg sieht der Erzbischof hier auf einem guten Weg. Neben der institutionellen Caritas gäbe es zahlreiche Initiativen, in den Gemeinden und Vereinen, die sich vor allem der sozial Schwachen, der Behinderten und Kranken sowie der vom Elend und Not Heimgesuchten in der „Dritten Welt“ annähmen.