11. Januar 2006

Auch Sterbebegleitung und religiöse Angebote sind ihr ein Anliegen

Hauswirtschaftsleiterin Hannelore Meixner im Forchheimer Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth wurde mit dem goldenen Caritas-Kreuz geehrt


Zu ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum erhielt Hannelore Meixner (rechts) nicht nur aus der Hand von Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon (links) das Caritas-Kreuz in Gold, sondern auch von ihren Mitarbeiterinnen Mütze und Berufskleidung eines Chefkochs.

Mit dem Caritaskreuz in Gold hat Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon die Hauswirtschaftsleiterin des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth in Forchheim, Hannelore Meixner, ausgezeichnet. Simon überreichte die Ehrung bei einer Feier zu Hannelore Meixners 25-jährigem Dienstjubiläum.

Am 1. Januar 1981 hatte Hannelore Meixner ihre Laufbahn im Altenheim St. Elisabeth als Beiköchin begonnen. Auf die Stellenwahl wirkte sich offenbar eine familiäre Prägung aus. War doch Frau Meixners Vater lange Jahre Hausmeister in diesem Altenheim, während die Mutter im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Franziskus in Bubenreuth arbeitete. Von 1994 bis 1998 erlebte Hannelore Meixner den Bau des heutigen Hauses mit, die Küche bezog bereits 1996 neue Räume.

2001 begann Hannelore Meixner berufsbegleitend die Ausbildung zur Hauswirtschafterin. Heimleiter Paul Schlund bezeichnete dies in seiner Laudatio als „eine Art Fügung“. Denn im gleichen Jahr zogen sich die Auerbacher Schulschwestern aus den Führungspositionen des Hauses zurück und Paul Schlund übernahm im Oktober die Leitung der Einrichtung: „Schnell wurde mir damals klar, dass wir neben einer neuen Pflegedienstleitung und neuen Wohnbereichsleitungen über kurz oder lang auch eine neue Hauswirtschaftsleitung benötigen.“ Nachdem Hannelore Meixner ihre Ausbildung abgeschlossen hatte und bereits Führungsaufgaben wie die Dienstplanerstellung für den hauswirtschaftlichen Bereich erfüllte, übernahm sie zu Jahresbeginn 2003 diese Aufgabe. Dabei galt es, die Neustrukturierung der Hauswirtschaft nach dem endgültigen Weggang der Auerbacher Schwestern und die Einführung eines Qualitätsmanagements und neuer Hygienestandards zu meistern.

Neben ihrer Zielstrebigkeit und dem Willen, sich stets fortzubilden, hob Schlund auch das Engagement seiner Hauswirtschaftsleiterin für Aufgaben hervor, die nicht unmittelbar zu ihren Pflichten gehören. So seien ihr die Sterbebegleitung und die spirituellen Angebote im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth ein großes Anliegen. „Durch Ihr vorbildliches Führungsverhalten haben Sie sich sowohl bei Ihren Mitarbeiterinnen als auch bei unseren Bewohnern hohes Ansehen erworben,“ stellte Schlund fest. Dies wurde bei der Feier auch darin deutlich, dass die Mitarbeiterinnen ihrer Vorgesetzten die Mütze eines Chefkochs verliehen.

Bei einem Gottesdienst in der Hauskapelle hatte Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon zu Beginn des Abends herausgestellt, dass die Beschäftigten des Alten- und Pflegeheims nicht bloß Mitarbeiter des Diözesan-Caritasverbandes seien. „Sie sind Mitarbeiter Jesu, wenn Sie helfen, dass alte Menschen in diesem Haus nicht nur ein Heim, sondern Heimat finden und nicht allein leben und sterben müssen,“ sagte er in seiner Predigt.