12. Dezember 2006

Caritas gründet Palliativnetz im Landkreis Forchheim


Weihbischof Werner Radspieler eröffnete offiziell das Christliche Palliativnetz für den Landkreis Forchheim.


Anja Reith wird ab Jahresanfang 2007 als Koordinatorin das Palliativnetz knüpfen.

Ein "Christliches Palliativnetz für den Landkreis Forchheim" hat der zuständige Kreis-Caritasverband am heutigen Montagabend gegründet. Die Versorgung sterbenskranker Patienten sollen die Caritas-Sozialstationen leisten. Alle 50 Pflegekräfte, die von Ehrenamtlichen unterstützt werden sollen, erhalten eine Palliativschulung, deren Kosten in Höhe von 50.000 Euro durch die Spende einer örtlichen Stiftung finanziert sind. Ein Palliativarzt soll Pflegekräfte und Hausärzte zusätzlich beraten. Die Caritas Forchheim setzt damit eine Empfehlung des Deutschen Caritasverbandes um, Palliativversorgung in bestehende Dienste zu integrieren statt dafür neue Einrichtungen zu schaffen.

Wichtig ist dem Forchheimer Palliativnetz, Auseinandersetzung mit dem Glauben zu ermöglichen. Sterbende sollen nach dem Sinn des Lebens und Sterbens fragen dürfen. Der Bamberger Weihbischof Werner Radspieler betonte bei der Gründung zugleich, die Zuwendung diene aber nicht dazu, Patienten oder Angehörige zu bekehren. Alle Beteiligten vernetzen wird eine Koordinierungsstelle, für die der Caritasverband Forchheim eine Sozialpädagogin neu eingestellt hat. Vorbild für das Christliche Palliativnetz in Forchheim war ein ähnliches Projekt in Füssen.