5. Dezember 2006

18 Pflegekräfte erhielten ihre Zertifikate

Fortbildung der Caritas will neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Pflegepraxis einführen


Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein (hinten Mitte) und Referentin Eva Linke (2. v. links) übergaben den Kursteilnehmern ihre Urkunden.

18 Pflegekräfte erhielten am Freitagnachmittag im Bamberger Montanahaus ihre Zertifikate aus der Hand von Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein. Sie hatten an der Fortbildung „Nationale Expertenstandards und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Pflegepraxis einführen“ teilgenommen. Es ist der zweite Kurs dieser Art, den der Diözesan-Caritasverband Bamberg durchführte.

Die 14 Teilnehmerinnen des Kurses kommen aus Caritas-Alten- und Pflegeheimen in Bamberg, Eggolsheim, Hallstadt, Kronach, Neunkirchen am Brand, Nürnberg, Scheinfeld und Wallenfels, dem Marienhospital in Erlangen und dem Altenheim St. Michael in Röthenbach an der Pegnitz sowie einem Haus der Diakonie in Coburg. Als Schwerpunkt ihres Kurses wählten sie den nationalen Expertenstandard Sturzprophylaxe. Dabei geht es um wirksame Maßnahmen, um Stürze von pflegebedürftigen Menschen im Altenheim oder zu Hause zu vermeiden oder die Folgeschäden von Stürzen möglichst gering zu halten.

Dass pflegebedürftige Menschen nach den neuesten Erkenntnissen gepflegt werden, ist das Ziel der Kursreihe, die der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und der Landes-Caritasverband Bayern gemeinsam durchführen. Charakteristisch für die Fortbildung ist, dass sie nicht nur Theorie bietet, sondern auch praktische Einheiten in den Pflegeeinrichtungen umfasst. Die Referentin Eva Linke – sie ist Krankenschwester und Fachkraft für Qualitätsmanagement und führt freiberuflich Fortbildungen durch – besucht die Kursteilnehmer zudem an ihrem Arbeitsplatz und bietet eine telefonische Beratung an. Dadurch erhoffen sich die Veranstalter einen stärkeren Effekt der Fortbildung. Denn die Kursteilnehmer sollen auch die Fähigkeit erwerben, weitere Innovationen in ihren Pflegeeinrichtungen einzuführen. Dazu forderte sie Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein ausdrücklich auf. Entscheidend sei, dass das Erlernte auch umgesetzt werde.

Die Fortbildung richtet sich an alle Pflegenden mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung. Der Diözesan-Caritasverband Bamberg führt insgesamt vier Kurse durch, deren neun Seminartage sich jeweils über zehn Monate verteilen. Der dritte Kurs wird gegenwärtig durchgeführt, der vierte startet im Januar 2007. Die Kursreihe wird zu einem großen Teil von der Europäischen Union über ihren Sozialfonds finanziert. Um die Qualität der Fortbildung auch für die Zukunft sicherzustellen, wird sie von der Katholischen Stiftungsfachhochschule München wissenschaftlich begleitet.