1. Dezember 2006

Barrierefrei und mit Gemeinschaftsbereich

Joseph-Stiftung beginnt in Forchheim Bau seniorengerechter Wohnungen für das Projekt "In der Heimat wohnen – ein Leben lang"


Südansicht des Gebäudes
Zeichnung: Heike Strecker (Joseph-Stiftung)

Rund 1,8 Mio. € investiert das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung in Forchheim innerhalb des nächsten Jahres in 18 neue seniorengerechte Wohnungen einschließlich eines großzügigen Gemeinschaftsbereichs. Das Vorhaben wird im Norden der Stadt in der Gerhart-Hauptmann-Straße verwirklicht. Das Vorgängergebäude im Besitz der Sparkasse ist nach den Sommerferien abgerissen worden. Jetzt hat der Neubau begonnen; er soll bis Ende 2007 bezugsfertig sein.

Fünf 3-Zimmer- und 13 2-Zimmer-Wohnungen mit über 900 qm Nutzfläche werden dann zur Verfügung stehen. Ferner ein rund 65 qm großer Treffpunkt inklusive Büro, sanitäre Anlagen und Küche. Hier sollen die Hausbewohner/innen beispielsweise zu einem gemeinsamen Mittagessen zusammenkommen können, zum Kaffeeplausch, zum (Lichtbilder-)Vortrag, zum Spieleabend, ... Der Caritas-Kreisverband Forchheim wird die möglichen Aktivitäten koordinieren.

Auf Diözesanebene haben der Caritasverband für das Erzbistum Bamberg und die Joseph-Stiftung ein entsprechendes Konzept entwickelt, um insbesondere alten Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität einen sicheren und selbstbestimmten Aufenthalt mit einer an die jeweiligen Bedürfnisse angepassten Betreuung zu ermöglichen – nach dem Motto: In der Heimat wohnen – ein Leben lang! „Im  Gegensatz zur klassischen Form des Betreuten Wohnens fällt bei diesem Konzept keine Versorgungspauschale an; (Pflege-)Leistungen, die den Alltag erleichtern, werden individuell angefordert und abgerechnet“, stellt Stiftungs-Vorstand Dr. Klemens Deinzer klar.

Das Forchheimer ist das erste derartige Projekt, mit dem sich Caritas und Joseph-Stiftung am Sozialprogramm des vor Kurzem gestarteten Jubiläums „1000 Jahre Bistum Bamberg“ beteiligen. Für den Gemeinschaftsbereich in der Gerhart-Hauptmann-Straße 11 a bringt die Joseph-Stiftung etwa 130.000 € auf – überwiegend Eigenmittel. Der Mietwohnungsbau selbst wird gefördert vom Freistaat Bayern und von der Stadt Forchheim. Das hat zum einen zur Folge, dass später die Nettokaltmiete pro qm und Monat begrenzt ist auf 4,55 bzw. 5,10 €. Zum anderen mussten die verschiedenen Baugewerke bundesweit ausgeschrieben werden; dennoch – so freut sich Bauleiter Wolfgang Freitag – „erhielten fast ausschließlich Firmen aus der Region den Zuschlag“.

Architekt Matthias Jakob, Geschäftsbereichsleiter für das technische Projektmanagement der Joseph-Stiftung, hat ein viergeschossiges Gebäude mit 19 Kfz-Stellplätzen im Umgriff geplant. Er spricht von einer „modernen, klaren Form mit Flachdach und großzügiger Verglasung der Südfassade“. Aufzug und Laubengänge erschließen alle Wohnungen barrierefrei. Eine umweltfreundliche Holzpelletheizung sorgt für eine fast CO2-neutrale Öko-Bilanz.