4. August 2006

Bei den Kindern außerordentlich beliebt gewesen

Diözesan-Caritasverband verabschiedete den Rektor der Maximilian-Kolbe-Schule in Lichtenfels


Nur sehr ungern verabschiedeten Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein und Josef Noppenberger, Leiter der Abteilung Alten-, Gesundheits- und Eingliederungshilfe beim Diözesan-Caritasverband, Peter Wambach (von rechts) als Rektor der Maximilian-Kolbe-Schule.

Wer die Schule verlässt, muss vorher eine Prüfung ablegen. In der Maximilian-Kolbe-Schule, dem Privaten Förderzentrum der Caritas mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Lichtenfels, galt dies auch für den scheidenden Rektor Peter Wambach. Bevor die Schüler ihn gehen ließen, musste er mehrere Tests bestehen: etwa Hemden bügeln, einen Handstand machen, einen Fahrrad-Parcours bewältigen und Tischfußball spielen.

Diese Verabschiedung zeige, dass Peter Wambach bei den Kindern außerordentlich beliebt sei, sagte Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein bei der Abschiedsfeier in der Maximilian-Kolbe-Schule. Ebenso genieße er bei den Eltern hohes Ansehen. Der Diözesan-Caritasverband als Träger der Schule habe daher nur „schweren Herzens“ Wambachs Entscheidung akzeptiert, eine neue Aufgabe zu übernehmen. „Zum Glück bleibt er Kindern mit Behinderung erhalten,“ meinte Öhlein. Peter Wambach wird ab kommendem Schuljahr Rektor an der Bertold-Scharfenberg-Schule der Lebenshilfe in Bamberg.

Wambach war 1995 als Konrektor an die Maximilian-Kolbe-Schule gekommen und 1999 deren Rektor geworden. In seiner Amtszeit seien die Montessori-Pädagogik, die Schülerfirmen und die – mehrfach ausgezeichnete – Schülerzeitung eingeführt worden, rekapitulierte Öhlein Wambachs Wirken. Außerdem habe sich Wambach für die Schulentwicklung engagiert und dabei auch andere Schulen beraten. Gleichzeitig habe er aber nach wie vor selber Unterricht erteilt. Er sei das „Idealbild eines Rektors“, lobte daher auch Reinhard Rogen von der Regierung von Oberfranken, „denn wir wollen keine Verwaltungsbeamten, sondern einen Lehrer, der bei seinen Schülern ist.“