26. April 2006

Hauswirtschaftsleiterin feierte Ordensjubiläum im Caritas-Alten- und Pflegeheim Schloss Jägersburg

Im Caritas-Alten- und Pflegeheim Schloss Jägersburg bei Bammersdorf feierte Schwester Shanti Mary von den Assisi-Schwestern, die mit bürgerlichem Namen Mary Joseph heißt, ihr 25-jähriges Professjubliäum. Bei einem Festgottesdienst mit den ehemaligen Diözesan-Caritasdirektoren Monsignore Bernhard Simon und Prälat Walter Schirmer sowie anderen mit den Ordensschwestern verbundenen Geistlichen wurde die Jubilarin für ihre langjährigen Dienste geehrt. Bei einer anschließenden Feier trafen sich Mitschwestern, Freunde und Bekannte.

Monsignore Bernhard Simon beschrieb die Jubilarin als immer freundliche und bescheidene Frau und sagte: „Liebe Schwester Shanti, Sie haben sich entschieden für Gott und die Menschen da zu sein. Für ihren Einsatz und Dienst danken wir in diesem Gottesdienst.“ Auch Prälat Schirmer lobte den Einsatz von Schwester Shanti und griff dabei die Enzyklika „Deus caritas est“ von Papst Benedikt XVI auf: „Wir dürfen das stetige Ringen um die Liebe nicht vergessen.“ Dies sei ein christliches Zeugnis.

Schwester Shanti trat nach ihrer Schulausbildung 1978 in die Kongregation der Assisi-Sisters of Mary Immaculate in Kerala/Südindien ein. Nachdem sie die Ordensgelübde abgelegt hatte – dies bezeichnet man als Profess –, arbeitete sie in mehreren Häusern der Kongregation in Indien als Hauswirtschafterin und Leprakrankenschwester. 1995 kam Schwester Shanti nach Deutschland und leitet seitdem die Küche im Caritas-Alten- und Pflegeheim Schloss Jägersburg.

Die Kongregation, der Schwester Shanti angehört, wurde 1949 von dem indischen Geistlichen Monsignore Joseph Kandathil gegründet. Vorrangiges Ziel der Kongregation war damals die Arbeit für Lepra-Kranke. Im Laufe der Jahre kamen die Betreuung armer und verwaister Kinder und deren Schulausbildung dazu. Krankenhäuser wurden gebaut, Einrichtungen für Behinderte und Gehörlose geschaffen. Ein Schwerpunkt der letzten Jahre liegt auf der Behandlung und Rehabilitation von Aids- und Krebspatienten. Mittlerweile hat die Kongregation rund 900 Schwestern mit Niederlassungen in ganz Indien, Italien, Afrika und Deutschland. In Deutschland sind die Schwestern in den Diözesen Würzburg und Bamberg tätig.