13. April 2006

Gewaltprävention ist möglich

Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik zeigte angehenden Erziehern pädagogische Handlungsmöglichkeiten auf

Jugendarbeitslosigkeit, Mobbing und Gewalt an Schulen: Wie können Erzieherinnen und Erzieher Jugendliche auf die Herausforderungen unserer Gesellschaft optimal vorbereiten? Die Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik in Bamberg beschäftigte sich während einer Praxiswoche vom 3. bis 7. April 2006 mit diesem Thema. Referenten aus Jugendarbeit und Politik zeigten den Studierenden Möglichkeiten für eine kreative Jugendarbeit und Gewaltprävention.

Christina Zitzmann von der kirchlichen CPH-Jugendakademie in Nürnberg verdeutlichte in ihrem Projekt „Alltagshelden“, dass man Übergriffen wie an der Berliner Rüttli-Schule durch gezielte Präventionsarbeit schon im Kindergarten entgegenwirken und so die Gewaltspirale stoppen kann. Nur zehn Prozent der in Gewalttaten verwickelten Personen gehörten zum aktiven Täterkreis, der weit größere und entscheidende Teil seien die sogenannten Mitläufer. Handeln statt wegschauen sei hier gefragt. Das Ziel des Workshops, Zivilcourage in Schule und Kindertageseinrichtungen zu fördern, vermittelte Zitzmann praxisnah durch zahlreiche Übungen.

Auch Herr Busch, der Jugendkontaktbeamte der Polizei Bamberg, zeigte in dem Projekt „Zammgrauft“, welche Möglichkeiten man hat, sich vor gewaltsamen Übergriffen zu schützen. Er beleuchtete die Rolle des vermeintlich „hilflosen“ Opfers und führte Handlungsmöglichkeiten für den Ernstfall vor.

Weitere Referentinnen und Referenten boten Einblicke in die Möglichkeiten und Chancen einer Jugendarbeit, die sich trotz Kürzungen im Bildungs- und Erziehungbereich seiner Handlungsspielräume und seiner Wichtigkeit bewusst ist.

Informationen zur Fachakademie finden Sie hier: www.fachakademie-bamberg.de