16. September 2005

Caritas-Herbstsammlung rückt Arbeitslosigkeit ins Blickfeld

Sammlungsauftakt in Lichtenfels

Vom 26. September bis 2. Oktober findet in diesem Jahr die Herbstsammlung der Caritas statt. Das landesweite Sammlungsmotto „Not sehen und handeln“ wird die Caritas im Erzbistum Bamberg diesmal konkretisieren mit der thematischen Schwerpunktsetzung: „Arbeitslose brauchen Chancen“. Sie lehnt sich an das Jahresthema 2005 des Deutschen Caritasverbandes an.

Schwerpunktthema Arbeitslosigkeit

Die Massenarbeitslosigkeit ist mit fast 5 Millionen Betroffenen das größte gesellschaftliche Problem in Deutschland. Schnelle Besserung scheint nicht in Sicht. Den Arbeitslosen bescheren der Verlust von beruflicher Aufgabe und Arbeitseinkommen sowohl materielle als auch psychische Probleme.

Im Erzbistum Bamberg nehmen sich spezielle Beratungsstellen der Sorgen Arbeitsloser an. Aber auch die Caritas bietet ihnen in vielfältiger Form ihre Unterstützung an: in der Allgemeinen Sozialen Beratung, in spezialisierten Beratungsstellen wie der Schuldner- und Insolvenzberatung, durch materielle Hilfen wie bei den Kleiderkammern. Einzelnen Arbeitslosen kann die Caritas Beschäftigungsmöglichkeiten verschaffen, etwa die sogenannten Zusatzjobs.

Viele dieser Hilfen muss die Caritas fast vollständig aus Eigenmitteln finanzieren. Bei der Caritas-Sammlung bittet sie daher die Bürger um ihre Unterstützung für diese Arbeit, aber auch die anderen Dienste der Caritas.

Auftakt der Caritas-Herbstsammlung

Die Caritas-Frühjahrssammlung eröffnet ein diözesaner Auftaktgottesdienst, der das Thema „Arbeitslose brauchen Chancen statt Vorurteile“. Der Gottesdienst wird am Sonntag, 25. September 2005, um 10 Uhr in Lichtenfels in der Stadtpfarrkirche Unsere Liebe Frau gefeiert. Hauptzelebrant und Prediger ist der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Dr. Peter Neher. Nach dem Gottesdienst findet ein Stehempfang im Pfarrzentrum St. Marien (Kirchplatz 7) statt.

30 Jahre Caritasverband Lichtenfels

Der Auftakt zur Caritas-Herbstsammlung ist verbunden mit der Feier des 30-jährigen Bestehens des Caritasverbandes für den Landkreis Lichtenfels. Dieses Jubiläum steht bei den Veranstaltungen am Samstag, 24. September 2004, im Vordergrund.

Von 14 bis 17 Uhr lädt der Caritasverband Lichtenfels zu einem Nachmittag der Begegnung im Haus kirchlicher Dienste (Schlossberg 2) in Lichtenfels ein. Auf dem Programm stehen Spiele für drinnen und draußen und ein Improvisationstheater. Es gibt Kaffee und Kuchen. Außerdem wird die Ausstellung „Straße der zerstörten Träume“ eröffnet, die das Thema Arbeitslosigkeit aufgreift.

Der Festakt zum Jubiläum „30 Jahre Caritasverband für den Landkreis Lichtenfels“ findet um 19 Uhr im Pfarrzentrum St. Marien (Kirchplatz 7) statt. Den Festvortrag hält Dr. Peter Neher, der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, unter der Überschrift „Die Caritas in Zeiten sozialstaatlicher Veränderungen“.

Die Caritas-Sammlung

Die Caritas-Sammlung besteht aus drei Elementen: Die Hauslistensammlung, bei der ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von Tür zu Tür gehen, findet in diesem Herbst vom 26. September bis 2 Oktober statt. Zusätzlich erfolgt in größeren Orten eine Straßensammlung, z.B. in Fußgängerzonen, vom 30. September bis 2. Oktober. Bei der Gottesdienstkollekte am Caritas-Sonntag, 25. September, werden in allen katholischen Gottesdiensten die Besucher um eine Spende gebeten.

Vom Ertrag der Sammlung erhalten in der Erzdiözese Bamberg die Pfarreien 40 Prozent für ihre eigenen sozial-karitativen Aufgaben. Je 30 Prozent gehen an den Diözesan-Caritasverband und an die Stadt- und Kreis-Caritasverbände zur Finanzierung ihrer Dienste und Angebote.

Bei der diesjährigen Frühjahrssammlung waren im gesamten Erzbistum 826.502,37 Euro zusammengekommen. Davon entfielen 97.225,50 Euro auf die Kirchenkollekte, 714.590,56 Euro auf die Haussammlung und 14.686,31 Euro auf die Straßensammlung. Gegenüber dem Frühjahr 2004 bedeutete dieses Ergebnis einen Rückgang um 3,7 %. Nachdem in den Jahren zuvor stets Steigerungen des Spendenerlöses zu verzeichnen waren, sieht die Caritas den Grund für den Rückgang in der Tsunami-Katastrophe in Südostasien zu Weihnachten 2004, die nur wenige Wochen vor der Caritas-Frühjahrssammlung eine Welle der Spendenbereitschaft ausgelöst hatte. Allein in den letzten Tagen des vergangenen Jahres waren beim Diözesan-Caritasverband zugunsten der Flutopfer Spenden in einer Gesamthöhe von 113.350 Euro eingegangen.