13. September 2005

Umbau des Dr.-Robert-Pfleger-Rehabilitations- und Altenpflegezentrum St. Otto der Caritas in Bamberg feierte Richtfest


Da kein Dach gesetzt wurde, sprach auch kein Zimmerer den Richtspruch, sondern Vorarbeiter Willibald Sendelbeck.

„Der Umbau war absolut notwendig.“ Dies betonte Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon vergangenen Freitagnachmittag beim Richtfest am Dr.-Robert-Pfleger-Rehabilitations- und Altenpflegezentrum St. Otto in Bamberg. Was vor 25 Jahren modern gewesen sei, genüge heute nicht mehr den Ansprüchen der Bewohner und ihrer Angehörigen. Daher habe man die bisherigen Drei-Bett-Zimmer in solche mit zwei oder nur einem Bett umgewandelt. Da aber die Gesamtzahl von 78 Pflegeplätzen erhalten werden solle, sei auch ein Neubau notwendig geworden. So entstand anstelle des bisherigen Verbindungsganges zwischen Pflegeheim und Altenheim ein neuer Gebäudeteil, in dem auf drei Stockwerken zwölf Einzelzimmer untergebracht sind. Das Pflegeheim wurde saniert und bietet künftig 66 Plätze in Doppelzimmern.

Als „unser erklärtes Ziel“ bezeichnete es Simon, dass die Bewohnerinnen und Bewohner, die während der Bauarbeiten im Gebäude des früheren Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Josef in Gaustadt untergebracht sind, das Weihnachtsfest im renovierten Haus feiern können. Poldi Weegmann vom Physiotherapiezentrum Reha-Fit, das sich im Untergeschoss des Dr.-Robert-Pfleger-Rehabilitations- und Altenpflegezentrums St. Otto befindet, dankte Simon für sein Verständnis, hätten doch er und seine Kunden am meisten unter den Bauarbeiten zu leiden gehabt.

Die Notwendigkeit der Baumaßnahme unterstreicht nach Simons Worten auch der Umstand, dass der Diözesan-Caritasverband das 3,5 Millionen Euro teure Vorhaben verwirklicht habe, ohne dass er dafür staatliche Zuschüsse bekommen konnte. Simon und Bambergs Oberbürgermeister Herbert Lauer dankten der Doktor Robert Pfleger-Stiftung und der Oberfrankenstiftung, dass sie den Umbau mit 600.000 und 350.000 Euro unterstützt haben. Prof. Dr. Johann Engelhardt, Vorsitzender der Doktor Robert Pfleger-Stiftung, betonte, der Stiftungsrat habe die Förderung gewährt, weil sie damit ein besonderes Vermächtnis des Stifters erfülle, das Altenheim in der Ottostraße zu unterstützen und zu erhalten. Außerdem trage das im Volksmund so genannte Ottoheim seit seiner zweiten grundlegenden Erweiterung 1983 den Namen Dr. Robert Pflegers. Dies stelle eine besondere Verpflichtung dar.