18. Oktober 2005

Heilpädagogisches Zentrum der Caritas öffnete die Türen

Vielfältige Einblicke konnten Besucher am „Tag der offenen Tür in sozialen Einrichtungen“ am 15. Oktober in den Abteilungen des Heilpädagogischen Zentrums der Caritas in Lichtenfels gewinnen. Neben der Frühförderstelle über den beiden Wohnheime St. Michael und St. Elisabeth für geistig- und mehrfachbehinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene öffnete auch die Offene Behinderten Arbeit (OBA) ihre Tür für alle Neugierigen.

Mit einem gemeinsamen Gottesdienst begann Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon den Tag und lud dazu „alle Menschen ein, die kommen wollen, um zu sehen, wie die Menschen hier miteinander leben“. Gekommen waren Landrat Reinhardt Leutner und Vertreter des Stadtrates, des Landratsamtes, der Sparkasse und des Hospizvereins. Im Anschluss daran bestand die Möglichkeit, die einzelnen Einrichtungen zu besichtigen und in Kontakt zu treten mit den Fachkräften und Bewohnern. Wissenswertes und Informatives über die einzelnen Betreuungsangebote und Konzepte gab es in Gesprächen mit den Fachkräften, an Photowänden und an zahlreichen Informationstafeln.

Im Wohnheim St. Elisabeth öffnete neben den fünf Wohngemeinschaften der ein oder andere Bewohner die Tür seines Zimmers der Öffentlichkeit, und beim gemeinsamen Mittagessen konnten die Besucher die beste selbst gekochte Gulaschsuppe der fünf Wohngruppen nominieren. Impressionen aus dem alltäglichen Heimleben zeigte der Film „Ein ganz normaler Dienstag“. Musikalisch umrahmt wurde der Nachmittag in St. Elisabeth durch das Standkonzert der Blaskapelle des Musikvereins Altenkunstadt.

Werkraum, Snoezelenraum, Musik- und Therapiezimmer: Beim Rundgang durch die farbenfroh gestalteten Räume in St. Michael konnten die Besucher eintauchen in die freundliche Atmosphäre des Wohnheims. „Uns ist es sehr wichtig, dass sich die Kinder und Jugendlichen hier rundum richtig wohlfühlen“ sagte Frau Müller, Leiterin des Wohnheims, und fügte an: „Hier können wir ganz gezielt die verschiedenen Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten ganzheitlich fördern.“ Wie entscheidend die Förderung der Gesamtentwicklung des Kindes ist, betonte auch Frau Schmidt, Leiterin der Frühförderstelle. Mit ihrem 13-köpfigen Team betreut sie Kinder mit Auffälligkeiten in der Entwicklung, Motorik und im Verhalten. Höhepunkt des Nachmittags für die Kinder war der Kinderzirkus, bei dem Peter Hofmann die Kleinen mit seinen wundersamen Künsten verzauberte.

Wie erwachsene Menschen Unterstützung finden bei einem selbständigen Wohnen und Leben in der eigenen Wohnung und dem Weg dorthin, zeigte am „Tag der offenen Tür in sozialen Einrichtungen“ die OBA. In den Zimmern der Bewohner gab es selbstgemachte Waffeln samt Cappuccino, und der große Hunger konnte im Garten beim gemütlichen Beisammensitzen mit feinen Steaks und Würstchen gestillt werden. Wie wichtig die interdisziplinäre Arbeit zwischen den einzelnen Fachkräften ist, wurde in allen Einrichtungen deutlich und noch mehr zeigte sich die Bedeutung sozialen Handelns in der Praxis.