24. November 2005

Gut betreut zu Hause wohnen

Caritas-Sozialstationen in der Erzdiözese Bamberg bieten Zusatzleistungen an

Viele alte und kranke Menschen wollen auch dann weiterhin in ihrer eigenen Wohnung leben, wenn sie auf Unterstützung angewiesen sind. Die Pflegeversicherung zahlt jedoch nur bestimmte, fest umrissene Leistungen, die sich nicht immer mit den Bedürfnissen pflege- und hilfsbedürftiger Menschen decken. Die Caritas-Sozialstationen im Erzbistum Bamberg bieten daher jetzt Zusatzleistungen an unter dem Motto „Gut betreut zu Hause wohnen“.

Nicht jede Unterstützung, die ein pflegebedürftiger Patient benötigt, wird auch von der Pflegeversicherung finanziert. Der Frühjahrsputz in der Wohnung oder ein aufwendiges Frisieren der Haare sind im Leistungskatalog nicht enthalten.

Auch nicht bei jeder ambulanten Pflege übernimmt ein Sozialleistungsträger die Kosten. Da benötigt eine ältere Frau wegen ihrer Rückenschmerzen nur Hilfe beim Waschen der Füße und des Rückens. Die Beeinträchtigung reicht jedoch nicht aus, damit ihr eine Pflegestufe zuerkannt wird.

Selbst medizinisch notwendige Hilfe wird in bestimmten Fällen nicht vergütet. So zahlen die Krankenkassen meist nicht für das regelmäßige Messen des Blutdrucks oder des Blutzuckers.

Um diese Versorgungslücken zu schließen, bieten die Caritas-Sozialstationen jetzt Zusatzleistungen an. Sie umfassen etwa Wohlfühlbäder, Haarpflege, Geh-Training, Hilfe bei der Medikamenteneinnahme sowie Messen von Blutdruck, Puls und Blutzucker. Auch hauswirtschaftliche Dienste werden angeboten: Frühjahrsputz, Waschen der Gardinen, Erledigung von Einkäufen, Aufbewahrung von Ersatzschlüsseln, Botengänge. Ein Begleitservice ermöglicht den Besuch von Kino und Theater, Behördengänge, Arztbesuche oder einfach nur einen Spaziergang. Zur Entlastung der pflegenden Angehörigen veranstalten die Sozialstationen Begegnungsnachmittage für pflegebedürftige Menschen, oder ein Mitarbeiter kommt stundenweise in die Wohnung des Pflegebedürftigen und leistet ihm Gesellschaft. Für Alleinlebende werden auch kurze Anrufe oder Besuche angeboten, um zu kontrollieren, dass es dem Patienten gut geht oder er seine Arznei nicht vergessen hat.

Aus diesen Möglichkeiten kann der Patient frei wählen und die gewünschten Leistungen bei der Sozialstation „einkaufen“. Die Angebotspalette unterscheidet sich je nach Sozialstation. Auskunft erteilt die Caritas-Sozialstation vor Ort.

Die Caritas-Sozialstationen bieten auch Gutscheine zum Verschenken an – vielleicht gerade in der Adventszeit ein willkommenes Angebot, wenn jemand einem pflegebedürftigen Verwandten oder Bekannten zu Weihnachten eine Freude machen will.