24. November 2005

Eine wichtige Institution in Marktgemeinde und Pfarrei

Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Neunkirchen am Brand feierte zehnjähriges Bestehen


Ehrung der Mitglieder der Kontaktgruppe für ihr zehnjähriges ehrenamtliches Engagement. Rechts Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon, neben ihm halb verdeckt Einrichtungsleiterin Hilde Keller-Donitzky

Qualifizierte Pflege, kompetente Beratung und warmherzige Betreuung: das 10- jährige Bestehen des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth in Neunkirchen am Brand bot Anlass für ein Fest in der Pfarrgemeinde.

Zunächst zelebrierten Pfarrer Peter Brandl, Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon und Kaplan James Pattarakalayil am Christkönigssonntag in der Pfarrkirche St. Michael einen Festgottesdienst zum Jubiläum, musikalisch unterstützt von der Gesangsgruppe der Trachtengruppe Neunkirchen.

„Ein Fest für die Heimbewohner, die engagierten Mitarbeiter und die tatkräftigen ehrenamtlichen Helfer feiern wir heute zusammen bewusst an verschiedenen Lokalitäten, um selbst hinauszukommen und teilzuhaben am Gemeinwesen in der Kirchengemeinde und um damit auch die enge Verbundenheit zwischen Caritas-Alten- und Pflegeheim und der Pfarrgemeinde zum Ausdruck zu bringen,“ sagte Einrichtungsleiterin Hilde Keller-Donitzky zu Beginn des offiziellen Empfangs im Gemeindehaus Adolph Kolping.

Gekommen waren neben lokaler auch regionale Prominenz aus Politik, Kirche und Sozialwesen. Gregor Schmitt, stellvertretender Landrat, Bernhard Kübber, Referent für Altenhilfe beim Diözesan-Caritasverband sowie zahlreiche Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte und Vertreter des Vorstandschaft des St. Elisabethenvereins Neunkirchen am Brand fanden den Weg in die Marktgemeinde.

Peter Brandl, Pfarrer der Gemeinde St. Michael, ließ die turbulenten letzten Jahre Revue passieren: angefangen von der Gründung eines neuen Pflegeheims auf Initiative des Geistlichen Rates Veit Dennert und des örtlichen Elisabethenvereins, der anfangs die Trägerschaft innehatte, über die Wechsel in der Leitungsebene bis hin zur Übernahme der Trägerschaft durch den Diözesan-Caritasverband Bamberg im Jahre 2001. „Ein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfer, die durch ihre herausragende Arbeit das Heim mit viel Liebe, Wärme und Barmherzigkeit füllen und damit zu der offenen und herzlichen Atmosphäre im Heim beitragen,“ betonte Brandl.

Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und dem Pflegeheim: „Der Trägerwechsel samt den damit verbundenen Umstellungen wurde von allen Beteiligten mitgetragen. Er ist Ausdruck für die gute Beziehung zwischen Pfarrei und Caritas.“ Wegen des immer größer werdenden Zeitdrucks für die Beschäftigten im Heim hob Simon die Rolle der Ehrenamtlichen hervor und dankte beiden Mitarbeitergruppen für ihren unermüdlichen Einsatz.

Dr. Gisela Rehm, stellvertretende Vorsitzende des Kreis-Caritasverbandes Forchheim, überreichte ein Memoryspiel und 10 Therapiebänder für das Training der geistigen und körperlichen Fitness der Heimbewohner. Passend zur Jahreszeit brachte Neunkirchens Bürgermeister Wilhelm Schmitt als Präsent einen Obstkorb mit und verwies auf die wichtige Stellung des Heimes in der Marktgemeinde. „Es ist schön zu sehen, wie etwas blüht und gedeiht,“ sagte Dr. Klemens Deinzer, Vorstandsmitglied des kirchlichen Wohnungsunternehmens Joseph-Stiftung Bamberg, und führte die Folgen des demographischen Wandels hin zu einer immer älter werdenden Gesellschaft aus. „Das Pflegeheim St. Elisabeth könnte in der Zukunft im Bereich der Altenpflege eine Vorreiterrolle übernehmen. Als Anfang einer neuen Wirklichkeit, gekennzeichnet durch eine Vielfalt unterschiedlichster Lebensformen im Alter, die dringend grundlegend durchdacht und geplant werden müssen, könnte es als fester Anhalts- und Orientierungspunkt dienen.“

Die lange Tradition christlicher Nächstenliebe des Heimes, das seinen Ursprung in der Tätigkeit der Niederbronner Schwestern und dem St. Elisabethenverein hat, unterstrich Wilhelm Geist, Mitglied des Vorstandes des St. Elisabethenvereins Neunkirchen. Ein besonderer Dank Geists galt dem Engagement der Caritas in Bamberg und Forchheim. „Mit der Übernahme der Trägerschaft half die Caritas uns damals in der prekären Situation, als die Schwestern abgezogen wurden und wir als ehrenamtliche Mitarbeiter an unsere Grenzen gestoßen sind.“

Für die fachmännische Unterstützung in dieser Zeit bedankte sich auch Helga Hoffmann. Als Leiterin der Kontaktgruppe für das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth galt ihr Dank besonders den fleißigen Helfern und Helferinnen der Gruppe, ohne die das breite ehrenamtliche Angebot im Heim undenkbar wäre.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden die Mitglieder der Kontaktgruppe geehrt, die nun schon seit 10 Jahren einen tatkräftigen Einsatz im Alten- und Pflegeheim leisten. Als Anerkennung für ihr soziales Engagement überreichten Hilde Keller-Donitzky, Peter Brandl und Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon eine Urkunde, eine Anstecknadel der Caritas und eine kleine Aufmerksamkeit. Musikalisch gestaltet wurde der Festakt von dem Ensemble „Brass am Brand“ der Trachtenkapelle Neunkirchen am Brand.

Bei gemütlichem Beisammensein mit den Heimbewohnern im Jakobushaus am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen und zu den Klängen von Bernhard Winter und Klaus Volkmann endete das Fest.