18. November 2005

Diözesan-Caritasdirektor ehrte Ehrenamtliche

Besuchsdienst ist für die Bewohner des Caritas-Alten- und Pflegeheims in Bubenreuth da


Die Geehrten des Besuchsdienstes, 2.v.l. der neue ev. Pfarrer Michael Maier, 2.v.r. Caritasdirektor Bernhard Simon, ganz rechts Einrichtungsleitung Irmgard Walz.
Foto Heinz Reiß

Ein ehrenamtlicher Besuchsdienst betreut – neben dem hauptberuflichen Personal – die Bewohner des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Franzikus in Bubenreuth. Sechs Mitglieder des Besuchsdienstes wurden anlässlich des Franziskusfestes für ihr 15-jähriges Wirken im Bubenreuther Heim von Diözesan-Caritasdirektor Domvikar Bernhard Simon geehrt.

Mit einem „herzlichen Vergelts Gott“ überreichte Simon das „Elisabethkreuz“ an Christa Devries, Sigrid Hammer, Annemarie Paulus, Luise Fischer, Hannelore Walgenbach und Peter Haensel. Ein Motto der Caritas, so Domvikar Simon in seiner Laudatio, laute: “Nah am Nächsten“. „Wir wollen“, fuhr Simon fort, „durch hauptamtliche Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer nah am Nächsten bleiben. Unsere Einrichtungen wären ohne die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer nicht mehr zu betreiben.“

„Ich schätze es sehr“, sagte Einrichtungsleitung Irmgard Walz, „wenn ich beim Besuchsdienst anrufen und fragen kann: Könnt ihr uns helfen?“. Der Besuchsdienst sei immer für das Haus da. Walz bedankte sich bei den Jubilaren mit Blumen und sprach den Wunsch auf eine weitere gute Zusammenarbeit aus.

Die Bubenreutherin Jutta Haensel, seit Anfang an dabei, ist die Sprecherin des Besuchsdienstes. Angefangen, berichtete sie, habe alles vor 15 Jahren im Sommer 1987. „Sie könnten doch öfters kommen“, habe man sie damals gebeten. „Ich ergriff die Initiative und konnte rasch weitere Helferinnen und Helfer gewinnen. Am Ende des ersten Jahres war der Besuchsdienst bereits auf 20 Frauen angewachsen.“ Seit Anfang an sei der Grundgedanken wichtig: „Wir möchten die Bewohner besuchen, Zeit für sie haben, ihnen zuhören, uns mit ihnen unterhalten, sie ermuntern und trösten, wenn sie es wünschen, gemeinsam mit ihnen beten, ihnen Freude, Abwechslung und Anregungen geben, ihnen kleine Wünsche erfüllen, ihnen den Kontakt zur Gemeinde und zur jüngeren Generation erhalten und ihre Gemeinschaft untereinander fördern.“ Bei seiner Aufgabe, dies wollte Jutta Haensel unbedingt erwähnen, stehe dem Besuchsdienst die Einrichtungsleitung und das Personal durch eine gute Zusammenarbeit zur Seite. Unterstützung erfahre er auch vom Caritasverband, von den Kirchen und der Gemeinde Bubenreuth sowie durch kleinere Geld- oder Sachspenden.

Die derzeit 36 Damen und drei Herren des Besuchsdienstes sind eine offene Gemeinschaft, kein Verein, so dass jeder mitmachen kann. Jeder bringt sich mit seinen zeitlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten ein. Die Motive mitzuhelfen sind unterschiedlich, sei es aus einer christlichen Sicht heraus, aus humanistischen Gründen oder einfach um etwas Gutes zu tun. Das Engagement besteht zum wesentlichen Teil aus Einzelbesuchen. Ferner begleiten die Ehrenamtlichen die Bewohner zum Einkaufen, zum Friedhofsbesuch oder zu Arztterminen. Der Besuchsdienst bietet Veranstaltungen wie Singen, Basteln, Gesellschaftsspiele, Cafeteria-Nachmittage und Ausflüge in die nähere Umgebung an.